Ule Wollinger (* 7. März 1938 als Ursula Brenner in Köln; † 13. Juni 2026 in Bergisch Gladbach) war eine deutsche Grafik-Designerin, Kinderbuchautorin und Bildhauerin. mini|Portrait von Ule Wollinger, 2009

Biografie Nach Schulbesuch im zerstörten Köln der Nachkriegsjahre absolvierte Wollinger 1954 -1957 eine Grafik-Designer Ausbildung. 1957-59 studierte sie an den Kölner Werkschulen bei Otto Gerster, war in verschiedenen Kölner Ateliers tätig (Purrmann, Kühnapfel) und gestaltete schon früh erfolgreich u.a. Werbemittel und großflächige Präsentationen für die Kölner REWE. 1960 heiratete sie den Grafik-Designer Alfred Wollinger und war ab 1962 freischaffende Künstlerin. Ab 1966 erfolgte eine Serie von KinderbilderbüchernZEIT Nr. 10/1967 vom 10. März 1967, „Ein Schweinchen und ein Zauberer“ beim Verlag Oetinger in Hamburg (mit Alfred Wollinger), die u.a. für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurden. Erste plastische Arbeiten ab 1972 führten zum Wunsch, ein Bildhauer-Studium zu absolvieren, das sie 1987 an der Kunsthochschule Ottersberg/Bremen abschloss. Seit 1989 arbeitete sie im eigenen Atelier in Bergisch Gladbach. Öffentliche AufträgeAufträge der Evangelischen Kirche Bergisch Gladbach, Kirche zum Heilsbrunnen KdÖR und Preise1. Preis beim Medaillenwettbewerb „Friedrich von Spee - Medaille zum 400. Geburtstag“ des Erzbistum Köln1. Preis Medaillen-Wettbewerb "400. Geburtstag Friedrich von Spee", Spee-Post Jahrgang 2, Heft 2 Dezember 1991, Gestaltung für sakrale Räume,Kölner Stadt-Anzeiger vom 21. April 1992, "Kirche erhielt nun ihren Mittelpunkt – Christusstatue in Osternacht enthüllt“ Porträt-Büsten sowie Ausstellungen und Präsentationen ihrer Kleinplastiken und MedaillenKölner Stadt-Anzeiger vom 4. April 1991 „Engagement eines Paters gewürdigt – Zwei Künstler erhielten Preise für Medaillenentwürfe“ (vorwiegend in Bronze) machten sie auch überregional bekannt.

Werk mini|Hommage à Moore - Bronze von Ule Wollinger Wollinger widmete sich in ihrem Schaffen klassischen bildnerischen Themen – der menschlichen Gestalt, dem Porträt, dem Tier, Naturobjekten sowie sakralen Aufgaben. Auch in der griechischen Mythologie fand sie immer wieder Inspirationen für ihre Themen. Mit analytisch sicherem Blick erfasste sie das „Wesentliche“ und brachte in Auseinandersetzung zwischen Realismus und Abstraktion das so Geschaute in die knappste, ausdrucksstärkste Form ohne diese in eine vereinheitlichende Formensprache zu zwingen. Ihre Arbeiten sind, ob in kleinem oder großem Format, von Miniaturen und Medaillen über Kleinplastiken„Der Goethe aus Gladbach – Plastik geht an Museum in Rom“, Kölner Stadt-Anzeiger Pfingsten 1997 bis hin zu lebensgroßen Werken"Kirche erhielt nun ihren Mittelpunkt – Christusstatue in Osternacht enthüllt“, Kölner Stadt-Anzeiger 21. April 1992 von innerer Kraft und klarer Formensprache. Die handwerklich subtil gestalteten Objekte sind zumeist im von ihr bevorzugten Material Bronze im Wachsausschmelzverfahren gegossen.

Ausstellungen und Präsentationen erfolgten u.a. in Bad Homburg,Taunus Zeitung vom 23.11.1996, "Goethe und Don Quichotte in Bronze" ein Artikel von Katja Sperling Bergisch Gladbach, Düsseldorf, Frankfurt, Köln, Leipzig, Rom,Kölner Stadt-Anzeiger Pfingsten 1997, „Der Goethe aus Gladbach – Plastik geht an Museum in Rom“ Weimar, Wermelskirchen und Wuppertal.

Bilderbücher

Alfred und Ursula Wollinger: Schweinchen Ringelfein, Oetinger 1966 Alfred und Ursula Wollinger: Der Zauberer Hokusil, Oetinger 1967 Alfred und Ursula Wollinger: Wer fährt mit, Oetinger 1968

Literatur „Ein Schweinchen und ein Zauberer“, ZEIT Nr. 10/1967, 10. März 1967 „Schweinchen Ringelfein“, Literaturspiegel 2/67 „Engagement eines Paters gewürdigt – Zwei Künstler erhielten Preise für Medaillenentwürfe“. Kölner Stadt-Anzeiger 4. April 1991 Karl-Jürgen Miesen: Das Spee-Bildnis im Lauf der Jahrhunderte, in: Spee-Post Jahrgang 2, Heft 2 Dezember 1991, ISSN 0937-731X "Kirche erhielt nun ihren Mittelpunkt – Christusstatue in Osternacht enthüllt“, Kölner Stadt-Anzeiger 21. April 1992 „Goethe als Genießer gegossen“, Kölner Stadt-Anzeiger 13. September 1996 „Goethe und Don Quichotte in Bronze“, Taunuszeitung 23. November 1996 „Ule Wollinger bekennt sich zur bildhauerischen Tradition“, Bad Homburger Woche, 13.Dezember 1996 „Der Goethe aus Gladbach – Plastik geht an Museum in Rom“, Kölner Stadt-Anzeiger Pfingsten 1997 „Bad Homburger Ehepaar bringt Bronze-Goethe ins Goethe-Haus“, Bad Homburger Woche 8. September 1999 Ule Wollinger – Bronzen: Werkkatalog im Selbstverlag, 2008/2018 „Aus dem Tagebuch einer Presbyterin“ und „Ein leiser runder Geburtstag“, in: Gemeindejournal zum Heilsbrunnen. Sept. bis Nov. 2022, Bergisch Gladbach 2022

Weblinks Ule Wollinger Bronzen

Einzelnachweise

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