mini|Strassenseitige Ansicht, 2024 Das «Reber-Haus» in Interlaken im Schweizer Kanton Bern ist ein denkmalgeschütztes Wohnhaus aus dem 16. Jahrhundert, das 1907 grundlegend umgebaut wurde.

Lage und Beschreibung Das Gebäude gehört zur Baugruppe «D (Zentrum)» und liegt am Höheweg mit der Nummer 46. Östlicher Nachbar ist das «Restaurant Schuh» mit einer stattlichen Ründe.

Das zweigeschossige Wohnhaus wurde im Kern um 1500 errichtet, über den beiden Dachgeschossen erhebt sich ein Satteldach. Sein aktuelles Erscheinungsbild wird durch den Umbau von 1907 geprägt. Die Ladenfront aus dieser Zeit gilt als «qualitätvoll» und ist «in ihrer Kleinteiligkeit weitgehend erhalten».Informationstafel Reber-Haus. (deutsch und englisch mit Wappen Reber). Die strassenseitige Fassade ist symmetrisch angelegt und durch Lisenen und Gesimse gegliedert. Zum Dekor gehören «gute» florale und ornamentale Friese und «hübsches» Sägebrettdekor des späten Schweizer Holzstils. Die Holzkonstruktion ist mit Schindeln verrandet. Das erste Dachgeschoss zeigt beidseitig Lauben sowie die Inschrift «1500 Lasset uns am Alten so es gut ist halten 1907», während die Rückseite durch Balkone gegliedert wird.

Das «sorgfältig gepflegte» Haus gehört mit dem um 1810 erbauten «Restaurant Schuh» zu den letzten Zeugen der ehemaligen Bebauung am Höheweg, wie auch zu den besten seiner Stilrichtung auf dem Gebiet der Gemeinde. Die unverbaute Ladenfront ist über die Stadt hinaus eine Seltenheit.

Geschichte Das Reber-Haus ist das älteste Gebäude am Höheweg. Im Jahr 1599 beherbergte es die «Landshelferei» und war das Wohnhaus des Pfarrhelfers. Ab 1880 wurde das Erdgeschoss, wie noch 130 Jahre später als Bijouterie genutzt. Die Familie Reber erwarb das Haus 1927 und unterhielt auch ein Elfenbeingeschäft. Bei Erhalt der alten Bausubstanz bauten die Erben Reber das Innere 2005/2006 aufwendig um. Eine zweisprachige Informationstafel (deutsch und englisch) wurde 2012 angebracht.Verborgene Schätze sichtbar machen. Heimatschutz und TOI beschreiben wichtige Gebäude. Artikel auf plattformj.ch vom 13. Februar 2012; abgerufen am 26. August 2026.

Das Wohn- und Geschäftshaus wurde vertraglich am 22. Oktober 2007 unter Schutz gestellt, nachdem es 2000 als «schützenswert» in das «Bauinventar» der Denkmalpflege des Kantons Bern aufgenommen wurde. Kulturgüter-Objekte der «Kategorie C» wurden (mit Stand Juli 2026) noch nicht veröffentlicht.

Siehe auch Chalet Diana

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Belege

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