mini|Wappen Leliwa Dorpowski, auch Dorpusch-Dorpowski ist der Name eines preußischen Adelsgeschlechts.
Geschichte und Verbreitung Das Geschlecht nimmt seinen Ursprung in Pommerellen, im Raum Thorn. 1515 wurde Andreas Dorpusch als Besitzer von Hohenhausen, welches bis 1736 ein Stammgut der Familie war, genannt. Hier gehörte ebenfalls seit dem 16. Jahrhundert und bis 1736 das Vorwerk Gniazdowo, sowie das Rittergut Girkau von 1709 bis 1751 zum Familienbesitz. Mehrere Söhne der Familie dienten in der polnischen Kronarmee als Offiziere oder waren Landschöffen.Hans Maercker: Geschichte der ländlichen Ortschaften und der drei kleineren Städte des Kreises Thorn in seiner früheren Ausdehnung vor der Abzweigung des Kreises Briesen i. J. 1888. Danzig 1899–1900, insbesondere Seiten 242 (Girkau); 244 (Gniazdowo); 298 (Hohenhausen); 785 (Register). (Digitalisat im Münchener Digitalisierungszentrum).
Im 18. Jahrhundert war die Familie im Kreis Schlochau begütert. So 1750 zu Zawadda B und 1767 zu Krummensee A.Max Bär: Der Adel und der adlige Grundbesitz in Polnisch-Preußen zur Zeit der preußischen Besitzergreifung. Nach Auszügen aus den Vasallenlisten und Grundbüchern. Leipzig 1911, Nr. 1259 (Crummensee) u. Nr. 1384 (Zawadda). (Digitalisat der Digitalen Bibliothek Elbląg). Letzteres war noch 1830 bei der Familie.
Der Landschafts-Deputierte Lorenz Wilhelm von Dorpowski erwarb 1817 Dolgen im Kreis Neustettin von den Kleist.Heinrich Kypke: Geschichte des Geschlechts von Kleist-Muttrin – Damensche Linie. Berlin 1885–1886, S. 93. Dolgen (842 ha, davon 54 ha Wald) und Gönne, ebenfalls im Kreis Neustettin (1193 ha, davon 172 ha Wald) waren noch 1902 in Besitz der Familie.
Wappen Die Dorpowski führten das Wappen Leliwa. Es werden mehrere Varianten beschrieben.George Adalbert von Mülverstedt: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 6, 4. Abt.: Abgestorbener Preußischer Adel, Provinz Preußen, Nürnberg 1874, S. 15; Bd. 3, 2. Abt., Bd. 1, T. 1: Der blühende Adel des Königreichs Preußen: Edelleute A-L, Nürnberg 1878, S. 117 u. Bd. 3, 2. Abt., Bd. 2: Der blühende Adel des Königreichs Preußen: Edelleute. Nachträge und Verbesserungen, Nürnberg 1906, S. 51.
Angehörige Adolf von Dorpowski (1811–1895), preußischer Generalleutnant Dionysius von Dorpowski (1735–1806), polnischer Oberst und preußischer Landrat Karl von Dorpowski (1804–1885), preußischer Generalmajor
Literatur Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.): Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. Band 2, Band 2, Leipzig 1860, S. 555. Lars Severin: (...) Stammlinie derer von Dorpowski auf Dolgen Kr. Neustettin. In: Sedina-Archiv, N.F., Bd. 17, Jg. 72, Nr. 3/2026, S. 415–420.
Einzelnachweise
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