Der Leutschenberg ist ein hoher Berg im Schweizer Jura auf der Grenze zwischen den Kantonen Basel-Landschaft und Solothurn. Er befindet sich in zwei Landschaftsschutzgebieten des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung: der Zone Baselbieter und Fricktaler Tafeljura im Nordwesten und dem Schutzgebiet Aargauer und östlicher Solothurner Faltenjura im Südosten.
Geographie Der Leutschenberg ist ein rund 1,5 Kilometer langer, schmaler Berg des östlichen Faltenjuras in den Gemeinden Zeglingen und Oltingen im Baselbiet und Stüsslingen im Kanton Solothurn. Mit seinen steilen Flanken und einigen offenen Felswänden, besonders der «Leutscheflue» südwestlich des Gipfels, ist er eine markante Erhebung im Verlauf der Hauptwasserscheide des Juragebirges, zwischen dem Flussgebiet der Aare im Süden und dem Einzugsgebiet der Ergolz im Norden. Das Gebirgsmassiv ist im Gebiet des Leutschenbergs als Folge der Jura-Hauptüberschiebung und der Erosion in viele Berge, Täler und Klusen gegliedert. Der Leutschenberg ist zusammen mit mehreren benachbarten Anhöhen ein Überrest der früheren, sogenannten Leutschenberg-Antiklinale. In der Geologie werden bestimmte Schichten der Kalksedimente als «Leutschenberg-Member» bezeichnet.
Der Berg, dessen höchste Stelle im langen Gipfelgrat auf liegt, dominiert einerseits die umgebende Landschaft bis auf eine Entfernung von 1,8 Kilometern zum Westhang der Geissflue. Der dazwischenliegende Bergsattel der Schafmatt hat die Schartenhöhe von nur 35 Metern unter dem Gipfel des Leutschenbergs, liegt aber 70 Meter unter dem Gipfel der Geissflue. Über die Schafmatt führt von Norden nach Süden die Passtrasse von Oltingen nach Rohr in der Gemeinde Stüsslingen.
Im Verhältnis zu den nächstgelegenen Bergen stellt der Leutschenberg andererseits den Dominanzbezug dar. Der nur 440 Meter weit entfernte Walmattberg im Süden, der ebenfalls auf der Jurawasserscheide und der Kantonsgrenze liegt, ist 18 Meter weniger hoch und durch die 55 Meter tiefe Scharte auf der Meierweid getrennt. Den einen Kilometer weit im Norden gelegenen Berg zwischen Oltingen und Zeglingen überragt der Leutschenberg um 75 Meter.
Die bis zu 300 Meter tiefen Täler im Norden und im Westen des Leutschenbergs werden vom Nünbrunnbach, vom Finstergrubenbächli und vom Strüholdenbächli entwässert, das Gebiet im Südosten durch den Meierweidgraben und an der Schafmatt durch den Gitzigraben.
Der Bergstock ist fast vollständig bewaldet. Nur auf den unteren Bereichen der Berghänge im Süden und im Osten ist der Wald gerodet und erstrecken sich Bergweiden. Südlich des Bergs liegen die Bergmatten im Gebiet von Zeglingen und die Meierweid und der Rumpel bei Rohr, im Nordosten die Kiregmatt als Teil des Schafmattgebiets bei Oltingen und die Munimatt von Zeglingen.
Am Nordosthang des Berges verläuft ein historischer Verkehrsweg zwischen Aarau und Basel, dessen Überreste von nationaler Bedeutung sind. Auf der Südseite quert eine Waldstrasse den steilen Berghang von der Schafmatt zur Meierweid, über welchen der Jura-Höhenweg führt. Auf den Berggipfel, der bewaldet ist und daher keinen Aussichtspunkt darstellt, gibt es dagegen keinen bedeutenden Wanderweg.
Weblinks
Leutscheberg auf hikr.org
Einzelnachweise
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