Margarete von Weber, eigentlich Johanna Oda Margarethe von Weber (* 13. Juni 1879 in Dresden; † 3. Januar 1937 ebendaStadtarchiv Dresden, Geburtsregister 1879 und Sterberegister 1937.), war eine deutsche Dichterin und Herausgeberin. Sie erlangte vor allem durch bibliophile, im Raum Dresden erschienene Lyrikbände sowie durch die Mitverwaltung des Nachlasses ihres Neffen Hans von Weber Bekanntheit.
Leben und Schaffen Margarethe von Weber entstammte der sächsischen Adelsfamilie von Weber. Sie wurde in Dresden als jüngste Tochter des Juristen Carl Gustav von Weber (1836–1900) geboren. Sie blieb zeitlebens unverheiratet und lebte in den Dresdner Villenvororten Loschwitz und Wachwitz.
Ihre literarischen Arbeiten zeichnen sich durch ein ausgeprägtes Bewusstsein für Buchkunst und die Strömungen des späten Jugendstils aus. Ihre Werke erschienen vorwiegend in aufwendig gestalteten Eigeneditionen oder in Kleinstauflagen in der Reihe „Handgearbeitete und handschriftliche Bücher“ im Verlag von Gertrud Reinhold in Dresden. Die Bände wurden häufig mit handgeschriebenen, im Lichtdruck verfahrenstechnisch reproduzierten Texten, Kordelbindungen und originalen Radierungen zeitgenössischer Künstler wie Ferdinand Steiniger oder Irmgard Meinhold ausgestattet.
Der bekannte Münchener Jugendstil-Verleger, Buchkünstler und Kunstmäzen Hans von Weber (1872–1924) war ihr Bruder. Nach dessen frühem Tod verwaltete sie zusammen mit seinem Sohn Wolfgang von Weber den literarischen und verlegerischen Nachlass. Sie sichtete Korrespondenzen sowie unveröffentlichte Schriften und publizierte diese in der von Hans von Weber begründeten, renommierten bibliophilen Zeitschrift Der Zwiebelfisch.
Werke Von unserer Elbe. Dichtungen von Margarete von Weber. Mit 4 Radierungen von Irmgard Meinhold. Verlag Gertrud Reinhold, Dresden 1924. Rosen – Gedichte. (Leitspruch: „In Schönheit leben und in Kraft einst sterben – im schönen Leben Kraft zum Tod erwerben!“). Eigenedition, Wachwitz bei Dresden / Loschwitz um 1924/1925 (erschienen in der Reihe Handgearbeitete und handschriftliche Bücher Gertrud Reinhold). Handgefertigter Pappband mit Kordelbindung, handgeschriebenem Textdruck und 5 ganzseitigen Original-Radierungen von Ferdinand Steiniger. einzelne Gedichte erschienen gelegentlich in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften
Beiträge und Herausgeberschaft „Aus dem Nachlasse Hans von Webers: Briefe, Unveröffentlichtes und wenig Bekanntes.“ Zusammengestellt und herausgegeben von Margarete von Weber und Fedor von Zobeltitz. In: Der Zwiebelfisch. Zeitschrift über Bücher, Kunst und Kultur. Jahrgang XVII, Heft 3/4, München 1924/1925.
Literatur Weber (Adelsfamilie). In: Stadtwiki Dresden (Abschnitt zur Adelsfamilie von Weber und den Nachkommen in Loschwitz). Auktions- und Antiquariatskataloge zum Expressionismus und der Buchkunst der 1920er Jahre (Nachweise zu den Originalausgaben von Rosen und Von unserer Elbe).
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Person (Dresden) Kategorie:Adliger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1879 Kategorie:Gestorben 1937 Kategorie:Frau