mini|hochkant|Cecilia Cuțescu-Storck (Porträt von Frederic Storck) Cecilia Cuțescu-Storck (* 14. März 1879 in Câineni / Kreis Vâlcea, Walachei; † 28. Oktober 1969 in Bukarest) war eine rumänische Malerin und Kunstlehrerin.

Leben Cuțescu wurde von ihren Großeltern mütterlicherseits adoptiert, deren Familiennamen sie übernahm. Nach dem Besuch des Colegiul Național Școala Centrală ging sie 1897 auf Empfehlung des polnischen Malers Tadeusz Ajdukiewicz nach München, wo sie an der Damenakademie Malerei bei Friedrich Fehr und Ludwig Schmid-Reutte studierte. Ab 1899 setzte sie ihre Ausbildung in Paris an der Académie Julian bei Jean-Paul Laurens und Jean-Joseph Benjamin-Constant und an der Beaux-Arts de Paris bei Fernand Humbert fort. Im Jahr 1903 heiratete sie den Geiger Romulus Kunzer, im selben Jahr wurde ihr Sohn Romeo Storck geboren. 1905 hatte sie ihre erste Einzelausstellung in der Galerie Hesséle in der Rue Lafitte.

1906 kehrte sie nach Rumänien zurück und ließ sich in Bukarest nieder. 1909 heiratete sie in zweiter Ehe den Bildhauer Frederic Storck. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor: die Architektin Gabriela Storck und die Malerin und Keramikerin Cecilia Storck Botez (Lita Botez). Nach der Heirat baute das Paar mit dem Architekten Alexandru Clavel als Familiensitz das Haus in der Vasile-Alecsandri-Straße 16, dessen Innenräume die Künstlerin mit Wandgemälden gestaltete. Das Gebäude beherbergt heute als Teil des Muzeul Municipiului București das Muzeul de arta Frederic si Cecilia Cutescu Storck.

Ab 1916 beteiligte sich Cuțescu-Storck häufig an Ausstellungen im In- und Ausland, veranstaltete aber auch Einzelausstellungen: 1906 und 1924 im Athenäum in Bukarest, 1928 im Saal Ileana, 1932 in ihrem eigenen Atelier sowie 1958 eine große Retrospektive im Dalles-Saal. Zu ihren prominentesten Werken zählen Wandmalereien für die Wirtschaftsakademie Bukarest (Academia de Studii Economice din București) und die Banca Marmorosch, Blank & Co., das Deckengemälde Apologie der rumänischen Künste für den Thronsaal des Königspalasts (heute Nationales Kunstmuseum Rumäniens) und die Komposition Petru Cercel und sein Hofstaat für den großen Saal des rumänischen Pavillons bei der Weltfachausstellung Paris 1937.

1916 wurde Cuțescu-Storck zur Professorin an der Școala Națională de Arte Frumoase (heute Nationale Universität der Künste Bukarest) berufen und war damit die erste Frau in ganz Europa, der eine akademische Laufbahn an einer Kunsthochschule gelang. Sie hatte die Professur bis 1941 inne. Mit Nina Arbore und Olga Greceanu gründete sie als erste rumänische Frauenorganisation für Künstler die Asociația Femeilor Pictore și Sculptore. 1937 wurde sie zur Präsidentin des rumänischen Künstlerverbandes (Sindicatul Artelor Frumoase) gewählt. 1943 erschien ihre Autographie Fresca unei vieți (Das Fresko eines Lebens), eine erweiterte Auflage erschien 1966 unter dem Titel O viață dăruită artei (Ein Leben gewidmet der Kunst).

Für ihr Wirken erhielt Cuțescu-Storck zahlreiche Preise und Ehrungen, u. a. die Medaille Bene Merenti, eine Goldmedaille bei der Exposició Internacional de Barcelona (1929), die Ernennung zum Ritter der Ehrenlegion, die medaille Meritul Cultural (1931), den Arbeitsorden 2. Klasse (Ordinul Muncii), den Titel Emeritierter Meister der Kunst (Maestru Emerit al Artei, 1957) und den Kultur-Verdienst-Orden (Ordinul „Meritul Cultural“, 1968).

Quellen Art Safari New Museum: Cecilia Cuțescu-Storck. The First Female Art Professor in Europe Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien, 24. Oktober 2020: Cecilia Cuțescu-Storck und Ligia Macovei Muzeul Municipiului București: Muzeul Frederic Storck și Cecilia Cuțescu Storck Arta din România 27. Juli 2008: Cecilia Cuţescu-Storck Art Net: Werke von Cecilia Cuţescu-Storck

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