mini|Neue Kirche von 1970 Die Neue Kirche (St. Michael) in Euerbach war vom 24. Mai 1970 bis zu ihrer Profanierung am 15. März 2026 die Pfarrkirche der römisch-katholischen Pfarrgemeinde Euerbach im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt. Sie gehört zu den Baudenkmälern von Euerbach und ist unter der Nummer D-6-78-128-57 in der Bayerischen Denkmalliste registriert.
Seit ihrer Profanierung ist die barocke St.-Michaels-Kirche wieder die Hauptkirche in Euerbach.
Geschichte Da nach dem Zweiten Weltkrieg viele Heimatvertriebene nach Euerbach kamen, wurde die barocke St.-Michaels-Kirche zu klein für die wachsende Gemeinde. 1961 kaufte die Kirchengemeinde das Untere Schloss. 1963 baute man in den Schlossgarten das neue Pfarrhaus. 1968 wurde nach langen Streitigkeiten mit dem Denkmalamt das Untere Schloss abgerissen. Im April 1969 war die Grundsteinlegung für die neue Kirche, und nur vier Wochen später wurde Richtfest gefeiert. Am 24. Mai 1970 weihte der Würzburger Bischof Josef Stangl die neue Kirche und das Pfarrzentrum ein. Am 15. März 2026 wurde die Kirche von Domkapitular Albin Krämer profaniert.
Beschreibung Das Dach ist ein Kreuzesform gefaltetes Zeltdach. Im Inneren reihen sich die fünf Bankblöcke um Altar, Ambo und Tabernakel.
Prägend für das Kirchengebäude sind die vier großen dreieckigen Fenster. Das Fenster über dem Altar zeigt Kreuz, Fisch und Mandorla, um den auferstandenen Christus zu symbolisieren. Das rechte Fenster steht unter dem Thema „Wasser“ (stellvertretend für Taufe, Reinigung, Buße). Das linke Fenster steht unter dem Thema „Buch“ (stellvertretend für Wort und Verkündigung). Das Fenster an der Rückwand zeigt Feuermotive (stellvertretend für den Heiligen Geist).
Orgel mini|Orgel Die Orgel wurde im Jahr 1977 von dem Retzbacher Norbert Krieger gebaut. Sie verfügt über 15 Register auf zwei Manualen und Pedal.
Disposition: I Hauptwerk C–g3 Prinzipal 8′ Rohrgedackt 8′ Oktave 4′ Harfpfeife 4′ Flöte 2′ Mixtur 2′ II Schwellwerk C–g3 Holzgedackt 8′ Prinzipal 4′ Blockflöte 4′ Sesquialter Oktave 2′ Zymbel ′ Tremulant Pedal C–f1 Subbass 16′ Gedacktbass 8′ Choralbass 4′ Koppeln: II/I, I/P, II/P
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Einzelnachweise
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