mini|Christian Posch, 2025 Christian Posch (* 30. Dezember 1981) ist ein österreichischer Dermatologe. Er ist Universitätsprofessor für Dermatologie und Venerologie an der Medizinischen Fakultät der Sigmund Freud Privatuniversität Wien und leitet dort das Zentrum für Geschlechtsbezogene Medizin und Dermatologie. Seit Februar 2022 ist er Vorstand der Dermatologischen Abteilung der Kliniken Hietzing und Ottakring.
Medizinische Laufbahn Posch studierte von 2001 bis 2007 Humanmedizin an der Medizinischen Universität Wien. Rotationen in der Allgemeinmedizin absolvierte er am AKH Linz und am Landesklinikum Mödling, die Facharztausbildung an der Krankenanstalt Rudolfstiftung, die später in Klinik Landstraße umbenannt wurde. Fünf Jahre lang forschte er in den Vereinigten Staaten an der University of California, San Francisco und am Brigham and Women’s Hospital der Harvard University. Neben dem Medizinstudium absolvierte er ein Studium zum Master of Business Administration. Er erwarb ein Doktorat der Medizin sowie einen Ph.D.
Bis 2018 lehrte Posch an der Medizinischen Universität Wien, danach an der Technischen Universität München, wo er vier Jahre lang das Hauttumorzentrum leitete. Seit 2025 ist Posch Professor für Dermatologie und Venerologie an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien und in Verbindung hiermit Leiter des dortigen Zentrums für Geschlechtsbezogene Medizin und Dermatologie. Anfang Februar 2022 wurde er zum Vorstand der Dermatologischen Abteilung der Kliniken Hietzing und Ottakring ernannt. Außerdem ist er Dermatopathologe am „patho im zentrum“, einem Zentrum für Dermatopathologie.
Seit dem Eintritt Klemens Rappersbergers in den Ruhestand 2023 führt Posch den Wiener Dermatologietag fort. Er ist Vorstandsmitglied und kooptiertes Präsidiumsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie, wo er Archivar und für den Bereich Medien zuständig ist. Zudem gehört er dem Editorial Board des Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology als Associate Editor an.
Forschung Poschs Arbeitsschwerpunkt liegt in der Dermatoonkologie. Er befasst sich mit Signalwegen NRAS-mutierter Melanome sowie mit Mechanismen der Immunevasion von Hauttumoren; an einer 2015 veröffentlichten Arbeit zu tumorzellintrinsischen Funktionen der PD-1-Signalachse beim Melanom war er als Koautor beteiligt. Daneben forscht er zu entzündlichen Hauterkrankungen, insbesondere der Hidradenitis suppurativa. Gemeinsam mit Arbeitsgruppen der University of California, San Francisco und von Henry Ford Health untersuchte er genetische Risikofaktoren dieser Erkrankung; die Arbeiten wurden von den National Institutes of Health gefördert. Förderangabe: NIH R01AR078688 an Liao, Mi und Posch.
Auszeichnungen und Stipendien 2012 erhielt Posch das Klaus-Wolff-Stipendium der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV), das Forschungsaufenthalte am Department of Dermatology der Harvard Medical School ermöglicht. 2012/13 erhielt er das Max Kade Fellowship der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Max Kade Foundation. 2013 wurde ihm gemeinsam mit Robert Loewe der UNILEVER-Preis derselben Gesellschaft zuerkannt. Von der René Touraine Foundation erhielt er ein europäisches Stipendium für ein Projekt zur Detektion und Behandlung des Aderhautmelanoms mit Goldnanopartikeln. Von der US-amerikanischen Stiftung Outrun the Sun wurde er als Melanoma Research Scholar gefördert.
2016 erhielt Posch, gemeinsam mit einer weiteren Preisträgerin, den Wissenschaftspreis der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie für seine Arbeit zur Phosphoproteomik NRAS-mutierter Melanozyten. 2018 wurde ihm ein Förderungspreis des Kardinal-Innitzer-Studienfonds in der Sparte Human- und Veterinärmedizin zuerkannt.
In den Medien Posch moderiert den Podcast Auflicht – Der Dermatologie Experten Talk, in dem er mit Gästen über dermatologische Themen spricht. Der Podcast richtet sich insbesondere an medizinisches Fachpublikum und wird auf mehreren Plattformen veröffentlicht.
Er gibt regelmäßig Interviews in den Medien. 2025 war er in der ORF-Gesundheitssendung Meryn am Montag als Experte zu Gast. Im April 2025 erläuterte er im ORF-Gesundheitsmagazin Bewusst gesund Behandlungsmöglichkeiten der Vitiligo. Im Juli 2026 trat Posch in einer Ausgabe der Ö1-Sendereihe Am Puls zum Thema Hautschutz auf.
Weitere Tätigkeiten Vor seinem Medizinstudium studierte Posch von 1998 bis 2001 Violoncello an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien und anschließend an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Valentin Erben.
Als Handballschiedsrichter leitete er Spiele u. a. in der österreichischen Handballliga sowie bei internationalen Turnieren. Während der 2010er-Jahre gehörte er zum A-Kader der österreichischen Handballschiedsrichter. Für den US-amerikanischen Verband bildete er mit Lars Jedermann ein Schiedsrichterteam, das in der Saison 2017/18 auf der Schiedsrichterliste der International Handball Federation geführt wurde. Gemeinsam leiteten sie unter anderem Spiele bei der U18-Weltmeisterschaft der Frauen 2014, bei der U-21-Handball-Weltmeisterschaft 2015 und bei der U20-Weltmeisterschaft der Frauen 2016.
Publikationen (Auswahl)
Weblinks Profil an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien Auflicht – Der Dermatologie Experten Talk auf wayfinder.at
Einzelnachweise
Kategorie:Dermatologe Kategorie:Mediziner (21. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Sigmund Freud PrivatUniversität Wien) Kategorie:Handballschiedsrichter (Österreich) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1981 Kategorie:Mann