Josef Luftensteiner (* 23. Mai 1958 in Wallsee, Niederösterreich; † 24. August 2026 in WienDie Volksoper trauert um Kammersänger Josef Luftensteiner. Nachruf. Offizielle Internetpräsenz der Wiener Volksoper. Abgerufen am 26. August 2026Kammersänger Josef Luftensteiner ist tot. Todesmeldung und Nachruf. ORF.at vom 24. August 2026. Abgerufen am 25. August 2026) war ein österreichischer Opernsänger (Bariton).

Leben Josef Luftensteiner wurde nach der Volksschule Mitglied bei den Wiener Sängerknaben, denen er von 1968 bis 1973 angehörte. Seine musikalische Ausbildung erhielt er am Bruckner-Konservatorium in Linz, wo er neben Gesang auch die Fächer Kontrabass und Violine belegte.

Ab 1981 trat Luftensteiner als Opern- und Konzertsänger auf. In der Spielzeit 1984/85 sang er an der Wiener Kammeroper.Josef Luftensteiner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1985. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 93. Jg., Berlin 1985, S. 536 und S. 958 (Register). Zur Spielzeit 1984/85 wurde er, zunächst für einen Teil der Spielzeit, an das Opernhaus Graz engagiert, dessen Mitglied er bis 1988 blieb.Josef Luftensteiner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1985. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 93. Jg., Berlin 1985, S. 492 und S. 958 (Register).Josef Luftensteiner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1988. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 96. Jg., Berlin 1988, S. 400 und S. 789 (Register). In Graz sang er unter anderem den Figaro in Der Barbier von Sevilla, Dr. Falke in Die Fledermaus und Leopold in Im weißen Rößl.

1988 wurde Luftensteiner von Eberhard Waechter an die Wiener Volksoper engagiert, wo er als Figaro debütierte. Weitere Partien in seiner ersten Saison waren außerdem Dr. Falke in Die Fledermaus und Papageno in Die Zauberflöte. Luftensteiner wirkte an der Wiener Volksoper in 20 Premieren mit. 1995 war er an der Wiener Volksoper als Papageno in Die Zauberflöte an der Seite von Ildiko Raimondi zu hören. Außerdem trat er 1995 an der Wiener Volksoper als General Harrison Howell im Musical Kiss me, Kate auf.Josef Luftensteiner. Österreichisches Theatermuseum. Abgerufen am 25. August 2026 In der Spielzeit 1996/97 übernahm er an der Wiener Volksoper die Rolle des Don Pedro de Hinoyosa in La Périchole.Josef Luftensteiner. Österreichisches Theatermuseum. Abgerufen am 25. August 2026 In der Spielzeit 2014/15 sang er an der Wiener Volksoper die Rolle des Gefängnisdirektors Frank in der Operette Die Fledermaus.Opernberichte der Saison 2014/15. Abgerufen am 25. August 2026 Bis Ende Oktober 2021 stand er in über 1450 Vorstellungen auf der Bühne der Wiener Volksoper. Seine letzte Premierenrolle war in der Spielzeit 2021/22 als Zollbeamter in der Operette Roxy und ihr Wunderteam von Paul Abraham.

In seinen insgesamt 34 Bühnenjahren verkörperte er 45 verschiedene Rollen. Zu seinen Partien gehörten neben Figaro, Papageno und Dr. Falke, in denen er regelmäßig immer wieder auftrat, Toni Schlumberger in Die Zirkusprinzessin, Benozzo in Gasparone, Gustl in Das Land des Lächelns, Pappacoda in Eine Nacht in Venedig, Graf Boni in Die Csárdásfürstin, Josef in Wiener Blut, Bill Calhoun in Kiss me, Kate und der Gefängnisdirektor Frank in Die Fledermaus. Mit dem Ensemble der Wiener Volksoper gastierte er auch bei insgesamt sechs Gastspielen in Japan.Die lustige Witwe. Besetzung der Japan-Tournee 2016. Abgerufen am 25. August 2026 Luftensteiner gastierte am Stadttheater Bad Hall, am Stadttheater Berndorf, beim Musikfestival Steyr und beim Operettensommer Kufstein.Josef Luftensteiner bei Bach Cantatas. Abgerufen am 25. August 2026NEUES von…KS Josef Luftensteiner. Klingers Kulturpavillon (2015). Abgerufen am 25. August 2026

Luftensteiner trat auch als Konzertsänger hervor. Im Februar 1986 war er Solist bei der Uraufführung der Komposition „Starckdeutsche Lieder und Tänze“ für Bariton und Orchester op. 44 von Kurt Schwertsik.Wiener Konzerthaus · Großer Saal. Programm vom 13. Februar 1986. Abgerufen am 25. August 2026 1987 sang er im Konzerthaus Wien unter der musikalischen Leitung von Christoph Eschenbach in der Messe B-Dur von Antonio Salieri.Wiener Konzerthaus · Großer Saal. Programm vom 14. Juni 1987. Abgerufen am 25. August 2026

Luftensteiner engagierte sich intensiv in der Künstlergewerkschaft.Trauer um Kammersänger Josef Luftensteiner. Offizielle Internetpräsenz der Gewerkschaft younion. Abgerufen am 25. August 2026 Er war Vorsitzender des Betriebsrats der Wiener Volksoper, ab 2001 Mitglied des Aufsichtsrats der Bundestheater-Holding und ab 2020 Mitglied des Aufsichtsrats der Wiener Volksoper. Er war außerdem Vorsitzender der Sektion „Bühnenangehöriger“ der Gewerkschaft younion.

2005 wurde ihm der Titel „Österreichischer Kammersänger“ verliehen. Josef Luftensteiner war Vater einer Tochter und in zweiter Ehe mit der österreichischen Kammersängerin Martina Dorak verheiratet.Heidrun Luftensteiner-Singer. Algomedia Presseservice. Abgerufen am 25. August 2026Jovana Borojevic: Josef Luftensteiner: Seine Ehefrau ist selbst Kammersängerin. Weekend.at vom 25. August 2026. Abgerufen am 25. August 2026 Er starb im August 2026 im Alter von 68 Jahren nach „langer schwerer Krankheit“.

Repertoire (Auswahl)

Literatur Josef Luftensteiner. In: Wilhelm Kosch (Hrsg.): Deutsches Theater Lexikon. Nachtragsband Teil 3. K – L. Seite 404. De Gruyter, Berlin [u. a.] 2014. ISBN 978-3-11-031137-2. (abgerufen über De Gruyter Online).

Weblinks

Josef Luftensteiner bei Bach Cantatas

Einzelnachweise

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