Die N4 ist eine belgische Nationalstraße. Sie führt als eine der neun strahlenförmig von der belgischen Hauptstadt Brüssel ausgehenden Hauptstraßen über Overijse, Wavre, Gembloux, Namur, Marche-en-Famenne, Bastogne, Martelange und Arlon zur belgisch-luxemburgischen Grenze. Ihre Fortsetzung bildet im Großherzogtum Luxemburg die Route nationale 6 (Luxemburg), die nach Luxemburg-Stadt führt. Der Hauptverkehrsstrom nutzt heute die weitgehend parallel geführte belgische Autobahn 4 (Europastraße 411).
Geschichte Der Ausbau von Brüssel bis Namur erfolgte im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts. Die Strecke bis Marche-en-Famenne wurde 1772 gebaut. Der Weiterbau bis Martelange fand zwischen 1815 und 1830 statt, während der Abschnitt Arlon – Martelange bereits zwischen 1794 und 1814 fertiggestellt war. Der vierstreifige Ausbau zwischen Namur und Bastogne wurde in den 1980er Jahren verwirklicht. Besondere Bedeutung hatte die Straße bereits zu österreichischer Zeit als Teil der Verbindung von Wien nach Brüssel.
Verlauf mini|Gedenktafel an die Gasexplosion von Martelange 1967 mini|Verlauf der N4 mini|links|Die N4 bei Sinsin Die Straße beginnt an der Porte de Namur/Naamsepoort am Kleinen Ring in Brüssel (R20) als Chaussée d'Ixelles/Elsensesteenweg und führt meist mit gegenläufigen Einbahnstraßen durch Ixelles/Elsene und Auderghem/Oudergem zur Chaussée de Waver/Waversesteenweg. Hier verläuft sie kurzzeitig gemeinsam mit der Europastraße 411. Sie durchquertg den Forêt de Soignes/Zonienwoud, kreuzt den Ring 0, lässt die Autobahn 4 abgehen und erreicht bei Jezus-Eik die Provinz Flämisch-Brabant und die Gemeinde Overijse. Durch diese führt sie als Brusselsesteenweg und nach der Ortsmitte als Waversesteenweg. Sie umgeht Tombeek und erreicht mit der Stadt Wavre die Provinz Wallonisch-Brabant, wo sie zur Chaussée des Bruxelles wird. In Wavre wird die Dyle überschritten. Die N 4 überquert die A 4 und trifft auf die Nationalstraße 25. Als Chaussée de Namur/Chaussée de Wavre setzt sie sich geradlinig nach Südosten fort und berührt dabei Ottignies-Louvain-la-Neuve. Die kreuzt die Ost-West-Verbindung der Nationalstraße 25/25a, nimmt den Namen Grand Route an und passiert den Ortsteil Corbais der Gemeinde Mont-Saint-Guibert. Dann erreicht sie das Gebiet der Gemeinde Walhain. Mit dem Verlassen dieser tritt sie in die Gemeinde Gembloux der Provinz Namur, dessen Zentrum sie umgeht und dabei die Nationalstraße 29 kreuzt. Als Chaussée de Namur setzt sie sich durch die Ortschaft Beuzet fort, erreicht das Gebiet der Gemeinde La Bruyère und quert die Autobahn 15 (Europastraße 42). Hier wird das Stadtgebiet von Namur erreicht und die Straße führt, die Nationalstraße 93 aufnehmend, in das Zentrum von Namur. Dort überquert sie die auf der Brücke Pont des Ardennes die Maas kurz unterhalb der Einmündung der Sambre. Die N 4 verlässt das Tal auf der Avenue de Luxembourg/Chaussée de Marche, verlässt das Stadtgebiet von Namur und kreuzt die Autobahn 4. Sie führt, nunmehr mit getrennten Richtungsfahrbahnen, an Assesse vorbei und durch das Gebiet der Gemeinden Hamois und Ciney zur niveaufreien Kreuzung mit der Nationalstraße 97, die nach Dinant führt. An Sinsin vorbei wird über das Gemeindegebiet von Somme-Leuze Marche-en-Famenne in der Provinz Luxemburg erreicht, dessen Zentrum umfahren wird. Hier kreuzt die Nationalstraße 86. Die N 4 setzt sich durch die Ardennen auf dem Gebiet der Gemeinden Nassogne und Tenneville fort und kreuzt bei Champlon die Nationalstraße 89, die nach Saint-Hubert und La Roche-en-Ardenne führt. Von Tenneville an trägt die Straße die Bezeichnung Route de Bastogne. Sie quert die Ourthe occidentale und erreicht das Gebiet der Gemeinde Sainte-Ode und weiter über die Barrière Hinck der ausgedehnten, 2024 vergrößerten Gemeinde Bastogne (Ortsteile Flamierge und Longchamps). Westlich des Zentrums von Bastogne kreuzt die N 4 mit einem Kleeblatt die Autobahn 26 (Europastraße 25). Sie berührt das Zentrum am Südrand, lässt die Nationalstraßen 30, 84 (nach Ettelbrück) und 85 abzweigen und führt nach Süden durch die Gemeinde Fauvillers an Warnach vorbei in das Areler Land nach dem unmittelbar an der Grenze zum Großherzogtum Luxemburg gelegenen Martelange (die östliche Straßenseite mit mehreren Tankstellen schon im Großherzogtum). Es folgen nach Süden Attert und die Provinzhauptstadt Arlon (), wo die Nationalstraßen 40, 83, 82 und 81 abzweigen. Die N 4 wendet sich nach Westen und erreicht in Rosenberg die belgisch-luxemburgische Grenze. Dort geht sie in die luxemburgische RN 6 über, die von Steinfort in die Landeshauptstadt führt.
Weblinks
Die Straße im wegenwiki (niederländisch)
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