mini|hochkant=1.4|Ansicht von Westen, 2023 Das Gebäude Rue du Château 11 in Moutier ( Münster) im Kanton Jura in der Schweiz wurde im späten 16. Jahrhundert errichtet. Es gehört zu den ältesten Bauwerken der Stadt und steht unter Denkmalschutz.
Lage Das Bauwerk in der Rue du Château gehört zur Altstadt von Moutier (Baugruppe A) und steht östlich neben dem im 18. Jahrhundert neu erbauten Landvogteischloss. Auf dem Schlossberg schliesst sich östlich ein Wohngebiet (Baugruppe B) an, in dem Ende des 19. Jahrhunderts grosszügige Villen errichtet wurden. Die Nummer «18» der Rue du Château wurde durch den Fabrikanten Pétermann erbaut, Nummer «20» ist die Villa Flütsch.
Geschichte Das Gebäude wurde im späten 16. Jahrhundert als Nebengebäude des befestigten Hauses errichtet und ist nach der Kapelle von Chalières das zweitälteste Bauwerk der Stadt. Zeitweise «Maison du Chasseur» (Jägerhaus) genannt, wurde es 1818 in eine Gendarmeriestation mit Gefängniszellen umgewandelt. An der Westseite stand früher ein L-förmig angelegtes Nebengebäude der Burg. Das benachbarte Schloss wurde bis 1740 nach einem Brand errichtet und diente ab 1817 als Sitz der Berner Landvögte. Spätere Nutzer waren ein Archiv, bis 1998 das Forstamt und zuletzt ein Amt für Wasser und Kehricht des ehemaligen Kantons Bern.Denkmalpflege des Kantons Bern: Rue du Château 11, 2740 Moutier. In: Bauinventar des Kantons Bern, archiviert vom Original am 21. März 2024; abgerufen am 23. August 2026 (französisch).
Das «rustikale» Bauwerk wurde 2000 rechtskräftig in das «Bauinventar» der Denkmalpflege des Kantons Bern als «schützenswert» aufgenommen. Über eine Einstufung als Kulturgüter-Objekt des Kantons Jura ist mit Stand Juli 2026 noch nichts bekannt.
Beschreibung Wegen der Hanglage ist das Gebäude strassenseitig anderthalb und an der Südseite drei Geschosse hoch. Die Fenster und Fensterschlitze im obersten Geschoss sind vergittert. Der westseitige Portikus mit dem Haupteingang führt zum Schloss, das als Verwaltungsgebäude dient. Ein weiterer Portikus im ersten Geschoss führt südseitig in den Gewölbekeller im Untergeschoss. Ihm ist ein kleiner Innenhof vorgelagert. Die Gewände um Fenster und Türen sind in weissem bis gelblichen Kalkstein ausgeführt. Das mit Biberschwanzziegeln eingedeckte Dach ist ein Walmdach. An der Nordwestecke ist ein runder Wehrturm mit spitzem Dach aus dem späten 16. Jahrhundert angebaut. Er zeigt westseitig zwei kleine Fensterschlitze. Das Ensemble beider Gebäude gilt als «malerisch». Südseitig ist ein weiterer Wehrturm vorgelagert.
Siehe auch Liste der Kulturgüter in Moutier
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Belege
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