Die Treuhandgesellschaft für wirtschaftliche Unternehmungen mbH (TWU) war zur Zeit des Nationalsozialismus eine Vermögens- und Beteiligungsgesellschaft der Deutschen Arbeitsfront (DAF). Sie hielt Unternehmens- und Immobilienbeteiligungen.

Gründung Die Gründung der Gesellschaft erfolgte 1934 mit Sitz in Berlin-Wilmersdorf am Hohenzollerndamm 174/177.

Ab 1938 war Heinrich Simon als Geschäftsführer der TWU tätig. Aufgaben und Tätigkeit Nach der Zerschlagung der freien Gewerkschaften im Mai 1933 übernahm die DAF große Teile des beschlagnahmten Gewerkschaftsvermögens. Die TWU diente innerhalb dieses Systems als gesellschaftsrechtlicher Träger bzw. Verwalter von Vermögen und Unternehmensbeteiligungen.

Beteiligungen Die Anteile der ursprünglich gewerkschaftsnahen Bank der Deutschen Arbeit AG gingen 1933 auf die TWU über.

Die Gesellschaft brachte bei der Gründung der Volkswagen-Vorläufergesellschaft (Gezuvor) am 28. Mai 1937, 100.000 Reichsmark, des insgesamt 480 000 Reichsmark betragenen Stammkapitals, ein.

Anfang 1939 wurde die TWU Mehrheitsgesellschafterin der späteren „Neue Heimat“ Mecklenburg-Schwerin und war auch unmittelbar an zahlreichen ehemals gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaften und Arbeiterbauvereinen beteiligt.

Literatur Rüdiger Hachtmann: Das Wirtschaftsimperium der Deutschen Arbeitsfront 1933–1945, Wallstein Verlag, Göttingen 2012, ISBN 978-3-8353-1037-7, S. 710.

Einzelnachweise

Kategorie:Wirtschaftsorganisation (Deutsches Reich, 1933–1945) Kategorie:Kriegswirtschaft im Zweiten Weltkrieg Kategorie:Unternehmensgründung 1934 Kategorie:Deutsche Arbeitsfront