Korea Judo Association (대한유도회) auch KJA genannt, wurde 1945 gegründet und ist ein Verband der koreanischen Judoka, die derzeit die Judowettkämpfe in Südkorea beaufsichtigt und den Sport im Inland und Ausland vertritt.
Geschichte Der Judoka Lee Gyeong-seok (이경석) investierte 1931 nach der Rückkehr aus Japan sein Privatvermögen in die Gründung der Joseon Yeonmugwan Stiftung (조선연무관재단) in Susong-dong, Jongno-gu, Seoul. 1934 unterrichtete er Judo an der Boseong High School (보성고등학교) in Songpa-gu, Seoul.
Die Pionierin des Frauenjudo in Korea wurde Yun Myeong-sin, die im Mai 1934 in den Joseon Yeonmugwan eintrat, denn bisher war das Judo nur den Männern vorbehalten.
1945 verkaufte Lee Gyeong-seok das Joseon Yeonmugwan und erwarb durch Verhandlungen mit der US-Militärregierung das Kodokan Korea Branch von Shinoda Jisaku (篠田治作), einem Japaner, welcher die Stiftung im November 1917 gegründet hatte und deren Direktor war. Nach dem Kauf nannte er diese wieder Joseon Yeonmugwan. Ihr neuer Sitz war nun Sogong-dong, Jung-gu, Seoul.
Am 25. September 1945 trafen sich etwa 40 Schwarzgurtträger im Saal des Joseon Christian Youth Association (YMCA) in Jongno-gu, Seoul, und gründeten die Joseon Judo Federation. Erster Vorsitzender wurde Lee Beom-seok.
Im November 1950 erfolgte die Umbenennung in Korea Judo Associatio (KJA). Das Joseon Yeonmugwan in Sogong-dong wurde zum zentralen Dojo der Korea Judo Association.
Am 30. November 1945 trat die KJA dem Joseon Sports Council (1954 „Korea Amateur Sports Association“ (KASA), 1994 „Korea Sports Council“ (KSC) genannt), bei.
Die koreanische Halbinsel war unmittelbar nach der Befreiung 1945 von heftigen antijapanischen Ressentiments und dem Kampf gegen japanische Einflüsse geprägt. Judo stand an vorderster Front dieses Kampfes. Judo war Japans Nationalsport und eine Kampfkunst, mit der man dem Kaiser Treue schwor. Angesichts dieses Dilemmas wählte Lee Gyeong-seok eine Ideologie, um die Öffentlichkeit zu blenden. Als die japanische Kampfkunst Judo von den US-Militärbehörden verboten werden sollte, verteilte Lee Gyeong-seok am 3. November 1946 ein Dokument, indem er behauptete, dass Judo seinen Ursprung in den Hwarang während der Silla-Dynastie hat. Er behauptete, dass es das Judo im Subak und Gakjeo gegeben hätte. Weiterhin nutzte er die historische Bedeutung von Gwonbeop, um nach 1946 die Legitimität der Judo- und Gwonbeop-Abteilungen des Joseon Yeonmugwan zu sichern, seinen Lebensunterhalt zu verdienen und sein Dojo am Leben zu erhalten. Dies markierte die Geburtsstunde der sogenannten „koreanischen Ursprungstheorie des Yusul (Judo)“.
Mit Beginn des Koreakriegs am 25. Juni 1950 musste Lee Gyeong-seok das Joseon Yeonmugwan schließen.
Im November 1950 erfolgte die Umbenennung in Korea Judo Association (대한유도회). Das Joseon Yeonmugwan in Sogong-dong wurde zum zentralen Dojo der Korea Judo Association ernannt.
Nach der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens am 27. Juli 1953 wurde die Joseon Yeonmugwan wieder eröffnet und die Daehan (Südkorea) Judo Schule (대한유도관) gegründet um Judo-Ausbilder für Fortgeschrittene auszubilden. Die Daehan Judo Schule zog 1970 nach Pungnap-dong, Seongdong-gu, Seoul und im Februar 1985 nach Cheoin-gu, Yongin-si, Gyeonggi-do. Im April 1992 wurde sie in Yongin University (용인대학교) umbenannt.
Im Mai 1956 trat die KJA der International Judo Federation (IJF) und der Judo Union of Asia (JUA) bei.
Im November 1972 wird das Joseon Yeonmugwan aufgrund erheblicher Zahlungsrückstände bei den Grundstücksnutzungsgebühren von der Kulturverwaltung an die Aekyung Oil & Fat Industry verkauft und es erfolgte der Bau der Korea Judo Hall in Yeouido-dong, Yeongdeungpo-gu, Seoul, welche aufgrund finanzieller Schwierigkeiten am 12. Juli 1975 fertiggestellt wurde. Die Korea Judo Hall dient als zentrales Dojo und Judo-Trainingszentrum für die Olympischen Spiele in Seoul.
Im September 1981 gewann der Koreaner Park Jong-hak die erste Goldmedaille bei den Judo-Weltmeisterschaften in Maastricht, Niederlande.
Im Juli 1995 stellte der Koreanische Judo-Verband das Yeouido Sports Center auf Yeouido-dong, Yeongdeungpo, Seoul, fertig und verlegte seine Aktivitäten dorthin. Im Jahr 2010 wurde das Hauptgebäude in Yeouido-dong verkauft und der Hauptsitz nach Ogeum-dong, Songpa-gu, Seoul verlegt.
Seit dem 28. Januar 2021 ist Cho Yong-cheol der Präsident der KJA.
Präsidenten
Lee Beom-seok (Oktober 1945 – Dezember 1954) Han Jin-hee (Dezember 1954 – März 1960) Kim Seong-gon (Juli 1960 – Dezember 1960) Han Jin-hee (September 1960 – Juli 1961) Seok Jin-kyung (Juli 1961 – Februar 1963) Kim Seong-gon (Februar 1963 – Dezember 1964) Jang Gyeong-sun (Dezember 1964–Februar 1973) Han Jin-hee (Februar 1973 – Februar 1974) Kim Myung-hoe (Februar 1974 – Februar 1975) Kim Taek-soo (Februar 1975 – Mai 1975) Shin Do-hwan (Mai 1975–September 1980) Jang Ju-ho (September 1980 – Januar 1983) Bae Jong-ryeol (Januar 1982 – Januar 1986) Park Yong-sung (Januar 1986 – November 1995) Kim Jeong-haeng (November 1995 – Februar 2013) Kim Jin-do (Februar 2013 – April 2013) Nam Jong-hyun (26. April 2013 – 25. Juni 2015) Kim Jin-do (Juni 2015 – 27. Januar 2021) Cho Yong-cheol (seit 28. Januar 2021)
Siehe auch
Koreanisches Olympisches Komitee
Einzelnachweise
Kategorie:Sportverband (Südkorea) Kategorie:Judoverband Kategorie:Vereinsgründung 1945 Kategorie:Nationaler Sportverband (Südkorea)