mini|Das Denkmal 2019 Das Denkmal für Detlev von Liliencron oder Liliencrondenkmal ist ein 1934 errichtetes Denkmal zur Erinnerung an den Autor Detlev von Liliencron in Hamburg-Rahlstedt.
Hintergrund Der Autor Detlev von Liliencron lebte seit 1901 in Alt-Rahlstedt und starb dort 1909. Sein Grab befindet sich auf dem Rahlstedter Friedhof. Anlässlich seines 90. Geburtstages wurde 1934 das Denkmal errichtet.
Umgebung mini|Lage des Denkmals im Liliencronpark, 2026 mini|Liliencronpark, 1936 Das Denkmal befindet sich im ebenfalls 1934 angelegten Liliencronpark.hamburg.de: Rahlstedt Liliencronpark, abgerufen am 7. Juni 2026 Zu diesem Zeitpunkt war der Park achsensymmetrisch etwa in Ost-West-Richtung angelegt und das Denkmal war in Richtung Liliencronteich, dem Rest des ehemaligen Mühlenteichs, ausgerichtet. Zwischen Teich und Denkmal lag ein Fußweg, während auf der Rückseite des Denkmals eine Wiese lag. Der Park wurde durch eine breite Freitreppe von der Rahlstedter Bahnhofstraße erschlossen. Um den Teich befanden sich, anders als heute, weder Bäume noch Sträucher, sodass aus Blickrichtung der Rahlstedter Bahnhofstraße Teich, Denkmal und Park als zusammengehörendes Ensemble wirkten.Bürgerverein Rahlstedt: Foto des Parks von 1940, abgerufen am 22. August 2026 An diese ursprünglich strenge Gestaltung erinnert kaum noch etwas. Die Blickbeziehung zur Alt-Rahlstedter Mühle auf der anderen Seite des Mühlenteichs ist durch die dichte Vegetation um den Teich unterbrochen und die Ausrichtung des Denkmals passt heute nicht mehr zur tatsächlichen Blickachse.Rahlstedter Jahrbuch für Geschichte & Kultur 2025, Alina Pfening: Konzept für eine blau-grüne Infrastruktur entlang der Rahlstedter Wandse S. 25 ff., abgerufen am 23. August 2026
Beschreibung Der untere Teil des Denkmals ist ein dreistufiger Sockel. Auf der oberen Stufe ist eine Plakette mit der folgenden Inschrift angebracht:
Dichter ✱ 3. Juni 1844 in Kiel ✚ 22. Juli 1909 in Altrahlstedt Gestaltung: Arthur Wiechert – Errichtung August Dabelstein Einweihung 3.6.1934 Auf dem oberen Sockel befinden sich zwei seitlich angeordnete Steinquader mit einem breiten, offenen Zwischenraum. Darauf steht der große steinerne Hauptquader. Die Verzierungen auf dem Hauptquader befinden sich ausschließlich auf der westlichen, dem Liliencronteich zugewandten Seite. Im unteren Drittel sind eine Harfe und ein Schwert abgebildet. Damit werden die prägenden Aspekte seines Lebens symbolisiert. Das Schwert steht für den Soldaten, die Harfe für den Dichter Liliencron. Etwas oberhalb der Mitte ist der Name „Detlev von Liliencron“ mit Buchstaben aus Bronze angebracht. Im oberen Drittel ist eine halbkugelförmige Aussparung im Quader, in der sich der Porträtkopf des Dichters befindet und aus der er leicht hervorragt.sh-Kunst.de: „Arthur Wiechert: Denkmal für Detlev von Liliencron“, abgerufen am 22. August 2026
Entwurf und Bau Initiator für die Anlage des Parks und den Bau des Denkmals war der Rahlstedter Gemeindevorstand Heinrich Schulz. Der Entwurf stammte von Arthur Wiechert, einem aus Rahlstedt stammenden Bildhauer. Die Ausführung übernahm der Rahlstedter Baumeister August Dabelstein. Die Übergabe von Park und Denkmal an die Öffentlichkeit erfolgte am 3. Juni 1934 anlässlich des 90. Geburtstags von Detlev von Liliencron.spd-hamburg.de: Sanierung des Liliencron-Denkmals fast abgeschlossen, vom 28. März 2022, abgerufen am 22. August 2026
Sanierungsbemühungen, aktueller Zustand und Denkmalstatus mini|Fehlende Nase 2026 2019 waren großflächige Abplatzungen am Sockel sichtbar und die bereits zuvor beschädigte Nase war zwischenzeitlich repariert worden. Anfang 2022 wurde das Denkmal saniert und der Sockel instand gesetzt. Stand 2026 fehlt die Nase erneut. Seit dem 1. Mai 2013 ist das Denkmal unter der Nummer 26506 in der Hamburger Denkmalliste eingetragen.Hamburg.de: Denkmalliste für Wandsbek, Nummer 26506, Denkmalliste mit Stand 17. August 2026, abgerufen am 23. August 2026
Einzelnachweise
Weblinks
Denkmal Kategorie:Denkmal in Hamburg Kategorie:Kulturdenkmal in Hamburg-Rahlstedt Kategorie:Personendenkmal (Autor) Kategorie:Skulptur (Hamburg) Kategorie:Bauwerk im Bezirk Wandsbek Kategorie:Skulptur (1934) Kategorie:Erbaut 1934