mini|Cornel Medrea (1963) Corneliu Virgiliu Medrea (* 8. März 1888 in Miercurea Sibiului/Kreis Sibiu, Siebenbürgen; † 25. Juli 1964 in Bukarest) war ein rumänischer Bildhauer und Kunstlehrer.
Leben und Wirken Medrea wurde als Sohn einer siebenbürgischen Bauernfamilie geboren. Im Jahr 1905 begann er ein vierjähriges Studium an der Kunstgewerbeschule in Zlatna. Von 1909 bis 1912 besuchte er die Königlich-Ungarische Kunstgewerbeschule (heute: Ungarische Akademie der Bildenden Künste) und wurde in dieser Zeit insbesondere von dem Bildhauer György Zala gefördert. Nach dem Abschluss mit Auszeichnung besuchte er Museen in Wien, Dresden Leipzig und München, um sein Wissen über die Werke bedeutender europäischer Künstler zu erweitern.
Ab 1914 lebte Medrea in Bukarest. Die Werke wurden bei zahlreichen Gruppenausstellungen präsentiert, u. a. bei der Gruppe Tinerimea Artistică (Künstlerische Jugend), beim Salonul Oficial in Bukarest, bei der Exposició Internacional de Barcelona 1929, der Weltfachausstellung Paris 1937 und der 1939 New York World’s Fair und in den 1950er und 1960er Jahren bei Ausstellungen rumänischer Kunst in Bratislava, Prag, Berlin, Athen, Kairo, Alexandria, Belgrad, Helsinki, Budapest, Sofia, Ankara, Istanbul und Damaskus sowie an der Internationalen Skulpturenausstellung im Musée Rodin in Paris.
Einzelausstellungen hatte er u. a. gemeinsam mit Dimitrie Paciurea und Gabriel Popescu 1925 in der Maison d’Art in Paris und 1929 mit Elena Servoa im Athenäum in Bukarest. 1928, 1938, 1956 und 1958 stellte er Werke bei der Biennale di Venezia aus. Die Akademie für Architektur (heute: Universität für Architektur und Stadtplanung Ion Mincu) veranstaltete 1944 und 1948 Retrospektiven seiner Werke.
Medreas Werk umfasst Porträts, Büsten, Akte, historische Darstellungen, Statuetten, öffentliche Denkmäler oder Grabmäler, Reliefs oder allegorische Darstellungen, ausgeführt in Ton, Gips, Stein, Bronze, Terrakotta und – seltener – Holz. Porträtbüsten schuf er u. a. von Molière, Victor Hugo, Barbu Ștefănescu Delavrancea, Ion Theodorescu-Sion, Gheorghe Petrașcu, Nicolae Darascu, Traian Lalescu, Vasile Popescu, Mihai Eminescu, Gheorghe Lazăr, Elena Cernei und Margareta Pâslaru. Zu den großen Werken im öffentlichen Raum gehören das Monumentul ceferistilor cazuti in primul razboi mondial (Denkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Eisenbahner, mit Ion Jalea, 1923), die Büste von Ștefan Octavian Iosif in der Rotunde der Schriftsteller im Cișmigiu-Park in Bukarest, das Denkmal für Avram Iancu in Câmpeni (1927), die Statue von Andrei Mureșanu in Bistrița (1932), die Statuen Ioan Rațiu (Turda, 1929) und Vasile Lucaciu, (Satu-Mare, 1932), Reliefs für das Mausoleum von Mărășești (mit Ion Jalea, 1930), die Figurengruppe Fischer (Constanța, 1959) und die Statue Kind mit Frosch (Constanța, 1962).
1917 zählte Medrea zu den Gründungsmitgliedern der Künstlervereinigung Arta Română. Von 1939 bis 1964 war er Professor für Bildhauerei am Institut für Plastische Kunst "Nicolae Grigorescu" der Akademie der Schönen Künste (heute: Nationale Universität der Künste Bukarest). 1955 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Rumänischen Akademie gewählt. 1921 wurde er als Offizier des Ordens der Krone von Rumänien ausgezeichnet. 1956 wurde er mit dem rumänischen Staatspreis, im Folgejahr mit dem Titel Volkskünstler geehrt.
Quellen Radio România, 25. Juli 2019: Sculptorul Cornel Medrea – nobleţea şi grandoarea unui artist remarcabil Info Romania: Cornel Medrea Website Cornel Medrea Muzeul Municipiului Bucuresti: Remember Cornel Medrea. Mentor and Master Ans Azura: Cornel Medrea Art Net: Werke von Cornel Medrea
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