mini|Robert Harper (1996) Robert Francis „Bob“ Harper (* 19. Mai 1951 in New York City, New York; † 23. Januar 2020 in Rotterdam, Provinz Zuid-Holland, Niederlande) war ein US-amerikanischer Schauspieler, der von 1978 bis 2006 aktiv war.

Leben Harper wurde als vierter Sohn von Muriel Agnes Drumgoole und Eugene Walter Harper in New York City geboren. Er hatte sieben Brüder, Lawrence Joseph, Thomas Patrick, William Michael, Eugene Walter junior, James Dennis, Gerard Edward und Daniel John, sowie eine Schwester namens Mary Theresa. Er besuchte die Mater Dei High School in der Middletown Township und im Anschluss das College der Rutgers University in New Brunswick, beide im US-Bundesstaat New Jersey. Er schloss sein Studium der englischen Literatur mit Auszeichnung ab; während seines letzten Studienjahres spielte er eine der Hauptrollen in The Soft Touch, einem Stück, das den ersten „New Play Award“ des American College Theatre Festival gewann und anschließend im John F. Kennedy Center for the Performing Arts aufgeführt wurde.

Im Jahr 2007 berichtete die Woodbridge News Tribune über die Eröffnung des University College der Rutgers University. Harper hielt die Eröffnungsrede in der Louis Brown Arena:

Vom 30. Mai 1981 bis ins Jahr 1984 war Harper mit der Schauspielerin Lisa Pelikan verheiratet. Am 12. Juli 2005 heiratete er die Niederländerin Sascha Noorthoorn van der Kruyff, mit der er bis zu seinem Tod verheiratet war; das Paar lebte zuletzt in Rotterdam. Harper teilte seine Zeit ab Ende 2000 zwischen Europa und den Vereinigten Staaten auf.

Harper starb im Alter von 68 Jahren – im Beisein seiner zweiten Ehefrau – an den Folgen einer Krebserkrankung.

Karriere Harper begann seine Karriere auf der Bühne. Nach seinem Studienabschluss nahm Harper eine Stelle an der Arena Stage in Washington, D.C. an, wo er in Stücken von William Shakespeare, Henrik Ibsen, Arthur Miller, Thornton Wilder sowie von Hecht und MacArthur auftrat. Er spielte auch am Long Wharf Theatre in New Haven und beim Spoleto Festival in Charleston. Ab 1978 war er am Broadway zu sehen: in einer Neuinszenierung des Theaterstücks Once in a Lifetime des Regisseurs Tom Moore, in Nikolai Gogols Der Revisor sowie 1980 in der Originalbesetzung von Arthur Millers The American Clock. 1981 spielte er außerdem am Off-Broadway in Zeks.

Eine erste Rolle vor der Kamera hatte er 1981 im Film Meine liebe Rabenmutter als David. Bekannt wurde er durch die Rolle des Sharkey in Es war einmal in Amerika und durch die Verkörperung von Charlie Gereson in Creepshow. Weitere Filmrollen hatte er unter anderem in Eiskalte Leidenschaft , Insider, Harry außer sich, Molly sowie in mehreren Fernsehfilmen.

Harper spielte mehrfach Anwälte und sagte hierzu in einem Interview, dass er ein besonderes Interesse an juristischen Themen habe. So verkörperte er in der Sitcom Frank’s Place (1987–1988) den melancholischen Anwalt Si „Bubba“ Weisberger. Um sich intensiv auf seine Rolle vorzubereiten, verbrachte er einen Monat an der Law School der Tulane University, trug am Filmset einen Roman des Südstaaten‑Autors Walker Percy bei sich und las Kurzgeschichten von Tennessee Williams. Die Chicago Tribune bezeichnete Harpers Darstellung als „eine langsam agierende Freude, die man als Anwalt im zerknitterten Seersucker-Anzug bewundern kann“. In den Jahren 2001 und 2002 spielte er zudem den scharfzüngigen Richter Irwin Hawes in der Fernsehserie Philly und war in zahlreichen weiteren Fernseh- sowie Miniserien in Haupt- und Nebenrollen zu sehen, darunter Kampf gegen die Mafia, Die Belagerung von Ruby Ridge , Blutige Hände und wiederkehrend, ebenfalls in der Rolle eines Anwalts, in L.A. Law – Staranwälte, Tricks, Prozesse. Zuletzt war 2006 in jeweils einer Folge von Gilmore Girls und Welcome Mrs. President vor der Kamera zu sehen.

Im deutschen Sprachraum wurde er unter anderem von Renier Baaken, Volker Brandt, Uwe Büschken, Hans-Werner Bussinger, Tom Deininger, Hans-Jürgen Dittberner, Werner Ehrlicher, Norbert Gescher, Till Hagen, Fritz von Hardenberg, Jörg Hengstler, Hans Hohlbein, Claus Jurichs, Reinhard Kuhnert, Tobias Lelle, Fred Maire, Andreas Mannkopff, Otto Mellies, Dieter Memel, H. H. Müller, Hans-Rainer Müller, Hans Nitschke, Wolfgang Ostberg, Michael Pan, Eberhard Prüter, Leon Rainer, Dietmar Richter-Reinick, Bernd Rumpf, Frank-Otto Schenk, Michael Telloke und Hans-Jürgen Wolf synchronisiert.

Harper war langjähriges aktives Mitglied diverser Schauspielergewerkschaften, darunter die Screen Actors Guild (SAG) und die American Federation of Television and Radio Artists (AFTRA), beide aufgegangen in der SAG-AFTRA, sowie der Actors’ Equity Association (AEA). Zudem war er Mitglied der Academy of Television Arts and Sciences (ATAS), der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) und der Modern Language Association (MLA).

Filmografie (Auswahl) Film

Fernsehen

Theater (Auswahl) 1978: Once in a Lifetime (Circle in the Square Theatre, Broadway, New York City) 1978: Der Revisor (Circle in the Square Theatre, Broadway, New York City) 1981: Zeks (Off-Broadway, New York City) 1980: The American Clock (Biltmore Theatre, Broadway, New York City)

Weblinks

(englisch)

Einzelnachweise

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