mini|Windfang mit Strickbund an einem Anorak mini|Strick-Winfang mit Daumenöffnung Windfang ist ein innen angebrachter Abschluss an der Öffnung von Ärmeln, der das Eindringen von Wind verhindern soll. Bei Sport- und Spezialbekleidung können Windfänge auch am unteren Ende von Hosenbeinen eingenäht sein.
Verwendung Windfänge werden vor allem bei Sportbekleidung und spezieller, für die aktive Ausübung verschiedener Sportarten bestimmter Bekleidung („Aktivwear“) verwendet. Sie dienen dazu, die Öffnung an den Ärmeln oder Hosenbeinen möglichst eng am Körper anliegen zu lassen und dadurch das unerwünschte Eindringen von eventuell kalter oder feuchter Luft zu vermindern.
Bei Pelzbekleidung werden Windfänge insbesondere bei Ärmeln mit sehr weitem Handloch verwendet.
Verarbeitung, Macharten Der Windfang wird an der Innenseite das Ärmelendes, gegebenenfalls auch am unteren Ende des Hosenbeines in Höhe des Fußgelenks eingenäht. Windfänge bestehen in der Regel aus dem im Kleidungsstück verwendeten, einem dickeren Futterstoff oder einer Strickware. Ein elastischer Zug, eventuell ein Strickbündchen, bewirkt, dass der Windfang sich oberhalb des Handgelenks an den Unterarm anlegt.
Bei der Pelzbekleidung wurde neben der Futterseide etwas häufiger ein stärkerer Stoff verwendet, seltener war er aus Fell. In einer Fachunterweisung der DDR des Jahres 1958 hieß es für Pelzbekleidung: „Ärmel mit besonders reichlicher Weite am unteren Handloch erhalten einen Windfang“. Er bestand aus der Futterseide des Pelzes und wurde so eingearbeitet, dass er mit der unteren Kante des Ärmelfutters abschloss. Seine Weite musste mindestens der des Ärmels entsprechen. Er wurde bei der handwerklichen Ausführung nicht nur am Ärmelfutter befestigt, sondern jeder zweite Stich sollte bis zum Leder geführt werden. Erst zum Schluss wurde das Gummiband in der Weite eines enganliegenden Ärmels in den Saum des Windfangs eingezogen.Eva Laue: Die Innenausfertigung – Windfänge. In: Das Pelzgewerbe Nr. 1, 1958, Hermelin-Verlag Dr. Paul Schöps, Berlin u. a., S. 24.Eva Laue: Die Innenausfertigung – Einstecken der Windfänge. In: Das Pelzgewerbe Nr. 2, 1958, Hermelin-Verlag Dr. Paul Schöps, Berlin u. a., S. 81–83.
Weblinks
Einzelnachweise
Alfons Hofer: Textil- und Modelexikon. 7. Auflage. Band 2, Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 1997, S. 1028, Stichwort „Windfang“, ISBN 3-87150-518-8.
Kategorie:Teil eines Kleidungsstücks Kategorie:Kostümkunde des 20. und 21. Jahrhunderts