mini|hochkant|Die Basilika des Palácio Nacional de Mafra in Portugal, für die Schiaffino Großskulpturen schuf. Francesco Maria Schiaffino (* 17. Juli 1688 in Genua; † 3. Januar 1763 in Genua) war ein italienischer Bildhauer des Spätbarocks.Fausta Franchini Guelfi: Schiaffino, Francesco Maria. In: Dizionario Biografico degli Italiani (DBI). Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom (Online-Ressource, Entwurf). Er gilt als ein Meister der Genueser Schule im 18. Jahrhundert.

Leben und Werk Schiaffino wuchs in einer Bildhauerfamilie auf und erhielt seine erste Ausbildung in der heimischen Werkstatt seines älteren Bruders Bernardo Schiaffino. Später reiste er nach Rom, um sich in der Werkstatt von Camillo Rusconi weiterzubilden; dort adaptierte er den klassizistisch beeinflussten römischen Spätbarockstil im Gefolge von Bernini.

Nach seiner Rückkehr nach Genua übernahm er nach dem Tod seines Bruders im Jahr 1725 die Leitung der Familienwerkstatt. Zu seinen Werken in Genua zählen die Skulpturengruppe des Hauptaltars in der Kirche San Donato sowie monumentale Statuen und Reliefs für den Palazzo Reale.

Schiaffino erlangte über die Grenzen Italiens hinaus Berühmtheit. König Johann V. von Portugal erteilte ihm den prestigeträchtigen Auftrag, mehrere monumentale Marmorstatuen für den Schloss- und Klosterkomplex Palácio Nacional de Mafra zu fertigen, darunter Darstellungen bedeutender Ordensgründer. Zudem belieferte er den spanischen Königshof in Madrid mit seinen Arbeiten.

Einzelnachweise

Weblinks Eintrag zu Francesco Maria Schiaffino im Dizionario Biografico degli Italiani (italienisch)

Literatur Fausta Franchini Guelfi: Schiaffino, Francesco Maria. In: Dizionario Biografico degli Italiani (DBI). Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom (Online-Ressource, Entwurf).

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