Hans-Jürgen Kaschade (* 8. Juli 1940 in Tilsit) ist ein deutscher Pädagoge und Professor. Er war Gründungsrektor der Hochschule Magdeburg-Stendal und ist Stiftungsgründer der Kaschade Stiftung. Von 1981 bis 1989 war er Rektor der Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel.
Biografie Kaschade wurde in Ostpreußen geboren. Seine Familie floh im Juli 1945 nach Flegessen bei Bad Münder. Kaschade besuchte dort die Mittelschule und absolvierte eine Tischlerausbildung.
Im Anschluss an seine Ausbildung begann er ein Studium der Pädagogik an der Leuphana Universität Lüneburg. Nach dem erfolgreichen Studium und Staatsexamen an einer Sonderschule in Lüneburg wurde Kaschade in den Schuldienst als Grund- und Hauptschullehrer berufen, wo er jedoch bereits ein Jahr später wieder ausschied, um mit seiner Frau für ein Jahr nach Newton in den USA zu gehen.
Neben dem Schuldienst war Kaschade bereits seit 1971 als wissenschaftlicher Assistent an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften – Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel tätig, wo er ab 1973 den Lehrstuhl für Sonderpädagogik mit dem Schwerpunkt „sprachgeschädigte Kommunikation“ innehatte. Bis 1981 war er als Dekan an der Ostfalia tätig und schließlich von 1981 bis 1989 Rektor der Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel.
Nach der Wiedervereinigung kam Kaschade über Kontakte aus dem Hochschulnetzwerk nach Sachsen-Anhalt und übernahm als Gründungsrektor von 1991 bis 1998 den Aufbau der Fachhochschule Magdeburg, von 1995 bis 2000 als Rektor zusätzlich den Aufbau der Fachhochschule Altmark in Stendal und im Juli 2000 die Zusammenführung beider Standorte zur heutigen Hochschule Magdeburg-Stendal.
1995 gründete Kaschade zusammen mit seiner Frau die Kaschade Stiftung, deren Ziel die Förderung von Internationalität, Kultur, Bildung und Kunst in Stendal und der Altmark ist. Mittlerweile weist die Stiftung rund 1,3 Millionen Euro an Stiftungskapital auf.
Zwischen 2000 und 2002 war Kaschade zusätzlich Geschäftsführer des Innovations- und Gründungszentrums BIC Altmark in Stendal. Er holte einen Nachbau des Trojanischen Pferdes in das Winckelmannmuseum, setzt sich seit jeher für den Ausbau der A 14 durch die Altmark ein und gründete ein Literaturhilfswerk, das deutschsprachige Bücher vor allem nach Osteuropa brachte.
Kaschade ist verheiratet und lebt in Hohenvolkfien bei Lüchow.
Ehrungen
2005: Winckelmann-Medaille 2017: Ehrenbürgerschaft der Hansestadt Stendal 2026: Bundesverdienstorden
Einzelnachweise
Kategorie:Stifter Kategorie:Mäzen Kategorie:Ehrenbürger von Stendal Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Träger der Winckelmann-Medaille (Stendal) Kategorie:Sozialpädagoge Kategorie:Person (Leuphana Universität Lüneburg) Kategorie:Hochschullehrer (Ostfalia Hochschule) Kategorie:Hochschullehrer (Hochschule Magdeburg-Stendal, Campus Stendal) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1940 Kategorie:Mann