mini|Deutschhaus Mainz, Sitz des Landtags Rheinland-Pfalz Die Wahl zum 20. Landtag von Rheinland-Pfalz findet voraussichtlich im Frühjahr 2031 statt.
Organisation Wahlrecht Jeder Wähler hat zwei Stimmen. Die Erststimme, mit der ein Direktkandidat gewählt wird, heißt Wahlkreisstimme. Mit der Zweitstimme, die Landesstimme genannt wird, wird eine Partei oder Wählervereinigung gewählt. Sie ist maßgeblich für die Sitzzuteilung im Landtag.
Parteien und Wählervereinigungen haben die Wahl, entweder eine in ganz Rheinland-Pfalz wählbare Landesliste oder jeweils eine Bezirksliste in den vier Bezirken aufzustellen. Üblicherweise werden Landeslisten aufgestellt, letztmals wurden bei der Landtagswahl 2016 Bezirkslisten zugelassen.
Wahlkreise und Sitzzuteilung
Berücksichtigt werden bei der Sitzzuteilung nur Parteien und Wählervereinigungen, die mindestens 5 Prozent der Landesstimmen erhalten.
Eine Grundmandatsklausel gibt es im Gegensatz zu Bundestagswahlen nicht. Die Anzahl der Landtagssitze beträgt grundsätzlich 101, wobei die Zahl der Direktmandate, die nicht auf eine die Sperrklausel überwindende Partei oder Wählervereinigung entfallen, von der Gesamtzahl abgezogen wird, ehe die weitere Sitzzuteilung erfolgt. 52 Sitze werden als Direktmandate vergeben.
Erhält eine Partei mehr Direktmandate, als ihr Sitze anhand der Verhältniswahl zustehen, erhalten die anderen Parteien Ausgleichsmandate. Dadurch erhöht sich gegebenenfalls die Gesamtzahl der Sitze. Für die Verteilung der Sitze auf die Landes- und Bezirkslisten wird das Divisorverfahren mit Standardrundung nach Sainte-Laguë/Schepers verwendet.
Termin Nach Artikel 84 der Verfassung für Rheinland-Pfalz muss die Wahl frühestens 57, spätestens 60 Monate nach dem Zusammentritt des vorherigen Landtags stattfinden. Der 19. Landtag konstituierte sich am 18. Mai 2026, somit wird nächste die Wahl turnusmäßig zwischen Februar und Mai 2031 abgehalten.
Ausgangslage Vorherige Wahl 2026
Bei der Landtagswahl 2026 wurde die CDU mit 31,0 % ersten Mal seit der Landtagswahl 1987 wieder stärkste Partei und löste damit die Vorherrschaft der SPD ab, die fast zehn Prozentpunkte verlor und mit 25,9 % ihr schlechtestes Ergebnis in Rheinland-Pfalz verzeichnete. Den größten Zuwachs erhielt die AfD, die ihr Vorwahlergebnis mehr als verdoppelte und mit 19,5 % ihr bestes Ergebnis bei einer westdeutschen Landtagswahl erzielte. Als viertstärkste Partei zog zudem Bündnis 90/Die Grünen mit 7,9 % erneut in den Landtag ein. Die Linke verpasste den Einzug, ebenso wie die Freien Wähler, die nach Verlusten aus dem Landtag ausscheiden. Die FDP kam nur noch auf 2,1 % der Landesstimmen und schied ebenfalls aus.
Die seit 2016 regierende Ampelkoalition verlor ihre Mehrheit und wurde von einer Großen Koalition aus CDU und SPD abgelöst, das erste Mal in der Geschichte von Rheinland-Pfalz, dass eine solche Koalition gebildet wurde. Gordon Schnieder (CDU) wurde am 18. Mai 2026 zum Ministerpräsidenten gewählt und das Kabinett Schnieder wurde daraufhin gebildet.
Bisher im Landtag vertretene Parteien Fraktion / Landesverband Kurzbe-zeichnung Sitze Wahl2026 Aktuell Christlich-Demokratische Union Deutschlands CDU 39 39 Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD 32 32 Alternative für Deutschland AfD 24 24 Bündnis 90/Die Grünen GRÜNE 10 10
Umfragen
Sonntagsfrage
Institut Zeitraum derBefragung Befragte Methode CDU SPD AfD Grüne Linke FW FDP Sonst. Infratest dimapUmfragen zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2026, auf wahlrecht.de 13.08.–18.08.2026 1.158 T+O 28 % 19 % 24 % 11 % 5 % 3 % 3 % 7 % Landtagswahl 2026 22.03.2026 — — 31,0 % 25,9 % 19,5 % 7,9 % 4,4 % 4,2 % 2,1 % 5,0 %
Verlauf mini|575px|links|Verlauf der Umfragewerte seit der Wahl 2026
Siehe auch Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz Liste voraussichtlicher Wahltermine in Deutschland
Einzelnachweise
#2031 Rheinland-Pfalz