Das Straßenradrennen Omloop Nieuwsblad 2026 war die 81. Austragung des belgischen Eintagesrennens. Das Rennen fand am 28. Februar 2026 statt und ist Teil der UCI WorldTour 2026. Das Frauenrennen wurde am selben Tag ausgetragen.
Den Sieg sicherte sich der Niederländer Mathieu van der Poel (Alpecin-PremierTech), der sich als Solist vor Tim van Dijke (Red Bull-Bora-hansgrohe) und Florian Vermeersch (UAE Team Emirates-XRG) durchsetzte.
Teilnehmende Mannschaften und Fahrer Neben allen 18 UCI WorldTeams gingen auch 7 UCI ProTeams bei dem Rennen an den Start. Für jede Mannschaft waren sieben Fahrer startberechtigt.
Als Topfavorit auf den Sieg wurde aufgrund des Streckenprofils Mathieu van der Poel (Alpecin-PremierTech) gehandelt. Daneben wurden auch Fahrern wie Tom Pidcock (Pinarello-Q36.5), Mathias Vacek (Lidl-Trek), Tim Wellens (UAE Team Emirates-XRG) und Christophe Laporte (Visma-Lease a Bike) Siegchancen eingeräumt.
Nachdem die Austragung 2025 mit einem Massensprint geendet hatte, hatten einige Teams auch einen Sprinter in der Aufstellung, darunter Vorjahressieger Søren Wærenskjold (Uno-X Mobility), Jasper Philipsen (Alpecin-Premier Tech), Paul Magnier (Soudal Quick-Step), Arnaud De Lie (Lotto-Intermarché) und Jordi Meeus (Red Bull-Bora-hansgrohe).
Streckenführung Die Strecke führte über 207,2 Kilometer von Gent über die Flämischen Ardennen nach Ninove. Im Vergleich zum Vorjahr veränderte sich die Streckenführung deutlich, nur der letzte Streckenabschnitt ins Ziel erfuhr keine Änderungen. Insgesamt mussten die Fahrer 12 Hellingen (kurze Anstiege in Flandern) und 12 Kasseien (Kopfsteinpflaster-Passagen) überqueren.
Der erste Streckenabschnitt ging in einer kleinen Schleife über Wetteren und Zottegem Richtung Oudenaarde, wo nach rund 60 Kilometern die erste Helling zu bewältigen war. In zwei Schleifen durch die Flämischen Ardennen folgten Hellingen und Kasseien in kürzer werdenden Abständen. Eine der Schlüsselstellen war der Anstieg zum Molenberg 45 Kilometer vor dem Ziel, der über mehrere kurz hintereinander folgende Hellingen und Kasseien angefahren wurde und selbst mit Kopfsteinpflaster belegt ist. Der letzte Streckenabschnitt führte über weitere Hellingen Richtung Geraardsbergen. Im Finale wurden die Mauer von Geraardsbergen und der Bosberg ca. 15 bzw. 11 Kilometer vor dem Ziel passiert, ehe die letzten Kilometer leicht abschüssig nach Ninove führten, wo das Ziel auf breiter Straße leicht ansteigend angefahren wurde.
Rennverlauf und Ergebnis Das Rennen wurde bei leichtem Regen und Gegenwind lange von einer zunächst dreiköpfigen, später fünfköpfigen Ausreißergruppe bestimmt, die einen Vorsprung von maximal vier Minuten herausfuhr. Im Feld leisteten überwiegend Soudal Quick-Step und Alpecin-Premier Tech die Nachführarbeit, später auch Uno-X Mobility.
In der zweiten Rennhälfte reduzierte sich das Hauptfeld mit den Favoriten kontinuierlich durch Angriffe an den Anstiegen sowie mehrere Stürze auf den nassen Kopfsteinpflaster-Passagen und bestand 45 Kilometer vor dem Ziel nur noch aus rund 30 Fahrern. Im Anstieg zum Molenberg 43 Kilometer vor dem Ziel griff Gianni Vermeersch an. Nach Sturz von Rick Pluimers (Tudor) in einer Kurve auf den Pflastersteinen wurden zahlreiche Fahrer aufgehalten, wodurch nur Mathieu van der Poel und Tim van Dyke zu Vermeersch aufschließen konnten. Dieses Trio fuhr zu den verbliebenen vier Ausreißern auf und eine Lücke zu den Verfolgern von mehr als einer Minute heraus. In der Anfahrt zur Mauer von Geraardsbergen kamen die Verfolger noch einmal auf 50 Sekunden heran. In einer Kurve gab es einen weiteren Sturz, der unter anderem Arnaud De Lie (Lotto-Intermarché) um alle Chancen auf ein Spitzenergebnis brachte.
An der Mauer von Geraardsbergen erhöhte van der Poel das Tempo und ließ seine Begleiter stehen. Van Dijke und Vermeersch kamen mit 20 Sekunden Rückstand oben an, die ersten Fahrer aus dem zersplitternden Feld folgten mit rund einer Minute Abstand. Van der Poel fuhr als Solist einen letztlich ungefährdeten Sieg ein. 22 Sekunden später folgte van Dijke, der Vermeersch auf der leicht ansteigenden Zielgerade früh distanzierte. Aus dem ersten Feld heraus sprintete Christophe Laporte (Visma-Lease a Bike) auf Platz vier.
Weblinks Offizielle Website (englisch / niederländisch / französisch) Omloop Het Nieuwsblad 2026 in der Datenbank von ProCyclingStats.com
Einzelnachweise
#2026 Kategorie:Radrennen 2026