mini|Wawira Njiru (2023) Wawira Njiru (* 27. Januar 1991 in Rūirū, Kiambu County) ist eine kenianische Ernährungswissenschaftlerin und Sozialunternehmerin sowie Gründerin und Geschäftsführerin von Food4Education. Bis 2026 erreichte das Programm mehr als 660.000 Kinder an über 1.900 Schulen in Kenia.

Leben Njiru wuchs in Ruiru am Rand von Nairobi auf und beobachtete dort Armut und Ungleichheit unter Mitschülern; diese Erfahrungen motivierten sie später zur Arbeit für günstige, nahrhafte Schulmahlzeiten. Bedeutsam war für sie überdies der Bildungsaufstieg ihrer aus armen Verhältnissen stammenden Eltern.

Sie studierte Ernährungswissenschaften an der University of South Australia; als 21-jährige Studentin beschäftigte sie sich mit den Folgen von Mangelernährung bei Kindern und begann mit der Sammlung von Geldern für Schulmahlzeiten in Kenia.

Wirken Im Jahr 2012 organisierte Njiru während ihres Studiums eine Benefizveranstaltung und errichtete mit den Einnahmen und eigenen Ersparnissen in Ruiru eine einfache Küche für zunächst 25 Schulkinder. Daraus entwickelte sich Food4Education mit Küchen und der systematisierten Verteilung an Schulen; das Modell beschafft lokal und stützt sich auf Beiträge von Eltern, öffentliche Mittel und Spenden. Für die Ausgabe nutzt Food4Education das bargeldlose System Tap2Eat, das virtuelle Guthaben über Armbänder der Kinder abruft.

Im Sommer 2023 begann Food4Education in Nairobi gemeinsam mit staatlichen Stellen den Betrieb des damals größten Schulmahlzeitenprogramms Afrikas. 2024 versorgte die Organisation rund 450.000 Kinder an mehr als 1.200 Schulen, 2025 rund 600.000 Kinder an 1.500 Schulen in 13 Countys. 2026 stammten rund 80 Prozent der Lebensmittel von kleinbäuerlichen Betrieben, denen das Programm verlässliche Absatzmöglichkeiten bietet. Food4Education unterstützt inzwischen auch andere Regierungen bei der Planung ähnlicher Programme.

Njiru erhielt 2018 als erste Preisträgerin den Global Citizen Prize for Youth Leadership, wurde 2021 in die Klasse der Young Global Leaders des Weltwirtschaftsforums aufgenommen und im selben Jahr von den Vereinten Nationen in Kenia als Person of the Year ausgezeichnet. 2022 folgte der Icon Award von The World’s 50 Best Restaurants; 2024 kamen der Skoll Award for Social Innovation und der Elevate Prize hinzu. 2026 wurde ihr für den Aufbau des Schulverpflegungssystems und dessen Verbindung mit lokalen Wirtschaftskreisläufen der Deutsche Afrika-Preis zugesprochen.

Einzelnachweise

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