Monkian Florilegio ist ein Musikalbum des Sergio Armaroli / Giancarlo Schiaffini Sextet. Die Aufnahmen erschienen im Juli 2026 auf dem Label Dodicilune.

Hintergrund Das Sextett wird von dem Vibraphonisten Sergio Armaroli und dem Posaunisten Giancarlo Schiaffini geleitet, mit Mitwirkung von Emanuele Parrini an der Violine, Giulia Cianca (Gesang), Giovanni Maier am Kontrabass, Urban Kušar am Schlagzeug sowie der Pianistin Francesca Gemmo im letzten Stück des Albums. Es ist Teil eines künstlerischen Projekts, das im Jahr 2021 begann und ist der Musik des Pianisten und amerikanischen Komponisten Thelonious Monk gewidmet. Voraus ging das Album Deconstructing Monk in Africa 2021 im Duo, schließlich Monkish (2022) im Quartett mit Giovanni Maier und Urban Kušar.

Titelliste Armaroli - Schiaffini 6tet: Monkian Florilegio (Dodicilune E595) Round About Midnight (Bernie Hanighen, Thelonious Monk, Cootie Williams) Monk’s Mood Functional Ruby, My Dear Darn That Dream (Jimmy Van Heusen, Eddie DeLange) Ugly Beauty (Mike Ferro, Thelonious Monk) Monkian Florilegio # 2 (from Chordially) (Sergio Armaroli, Pannonica de Koenigswarter, Thelonious Monk) Children Song

Wenn nicht anders vermerkt, stammen die Kompositionen von Thelonious Monk. Die Arrangements stammen von Giancarlo Schiaffini (1, 2, 3, 4), Giovanni Maier (5, 6).

Rezeption Die hartnäckige Arbeit des Vibraphonisten Sergio Armaroli und Giancarlo Schiaffini rund um Thelonious Monk habe etwas unglaublich Kohärentes, lobt Franpi Barriaux (Citizen Jazz). Man könne davon ausgehen, dass das Duo die Botschaft Monks seit fünf Jahren studiert und dekonstruiert hat; eigentlich handele es sich um mehr. Mit Monkian Florilegio, jetzt im Sextett, würden die Italiener ihren vorherigen Monk-Projekten „zwei zusätzliche Klingen“ hinzufügen. Und es gehe nicht nur um Arithmetik. Man bemerke kaum, dass „Round About Midnight“ auf Armarolis Tasten mit Schiaffinis kollidierenden Schichten und Giovanni Maiers Bogenspiel begann, da man das „tanninhaltige Timbre“ der Stimme der jungen Römerin Giulia Cianca entdecke, die die Töne des Posaunisten und des Vibraphons verkläre. „Abstrakter, teuflisch tiefgründiger ... Etwas, das die zeitgenössischen Wege der beiden Bandleader in Frage stellt, die sie anderswo eingeschlagen haben“.

Mit „Monkian Florilegio #2“ offenbare das Sextett am deutlichsten seinen zeitgenössischen Anspruch mit Monks Musik als Material, so Barriaux. Dies sei ein komplexeres Werk, bereitwillig theatralisch in der Stimme von Giulia Cianca, „die das gesamte Licht einfängt, das ihr das Vibraphon bietet“. Das Stück sei eine intensive und mitreißende Hommage und verkörpere die pure Chemie dieses Monkian Florilegio. Ein Material, das zweifellos eine Monksche Trilogie für Schiaffini und Armaroli abschließe, die auf den Gipfel ihrer eigenen Transzendenz gebracht wird.

Einzelnachweise

Kategorie:Album (Jazz) Kategorie:Album 2026