Friedrich Oskar Eder (* 22. Juli 1888 in Neu-Ulm; † 5. September 1958 in München) war ein deutscher Offizier, zuletzt Generalintendant der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg.
Leben Eder absolvierte nach dem Abitur den Wehrdienst und wurde anschließend Reserveoffizier. Er studierte Rechtswissenschaft und wurde 1911 zum Doktor der Rechte promoviert. Im selben Jahr legte er das erste juristische Staatsexamen ab und begann anschließend sein Rechtsreferendariat. Von 1914 bis 1918 leistete er Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg, zuletzt war er als Oberleutnant der Reserve Ordonnanzoffizier beim Artillerie-Kommandeur 10. Er wurde mehrfach ausgezeichnet.
1919 legte Eder das zweite juristische Staatsexamen ab und trat anschließend als Regierungsassessor in den höheren Verwaltungsdienst in Bayern ein. Er wurde 1919 zum Regierungsrat und 1933 zum Bezirksoberamtmann ernannt. Zum 1. Dezember 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 3.287.656).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/7320173 1934 wurde er auch SA-Anwärter.
1935 wurde Eder zum Oberregierungsrat ernannt und zum Luftkreiskommando 5 München versetzt. Von Januar bis März 1938 stand er dem Reichskriegsministerium zur besonderen Verwendung, bevor er nach dem Anschluss Österreichs von März bis Mai 1938 kurzzeitig höherer Kommandeur der österreichischen Luftwaffe zur Eingliederung in die Wehrmacht wurde. Daraufhin war er von Mai 1938 bis Dezember 1939 Gruppenleiter in der Abteilung „Liegenschaften“ im Luftwaffenverwaltungsamt des Reichsluftfahrtministeriums unter Abteilungsleiter Heinrich Scheit. Im August 1938 wurde er zum Ministerialrat ernannt. Von Dezember 1939 bis Mai 1940 war er in der Abteilung „Beschaffung“ im Oberkommando des Heeres tätig.
Von Mai bis September 1940 war Eder Luftgauintendant im Luftgaukommando Holland. Im Juni 1940 wurde er zum Ministerialdirigenten bzw. Generalintendanten befördert. Von September 1940 bis September 1942 war er im Luftgaukommando Belgien-Nordfrankreich tätig. Anschließend war er von September 1942 bis September 1944 Luftflottenintendant im Luftflottenkommando 3. Zuletzt war er von September 1944 bis zum Kriegsende im Mai 1945 Luftgauintendant im Luftgaukommando VIII Breslau.
Bei Kriegsende geriet Eder in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er im April 1950 entlassen wurde. Sein Entnazifizierungsverfahren wurde aufgrund der Heimkehreramnestie eingestellt. Er starb im September 1958 im Alter von 70 Jahren in München.
Literatur
Weblinks Friedrich Eder auf der Website des Projekts Beamte nationalsozialistischer Reichsministerien
Einzelnachweise
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