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] Daya Peulh (auch: Dayabon) ist ein Dorf in der Landgemeinde Ayérou in Niger.
Geographie Das von einem traditionellen Ortsvorsteher () geleitete Dorf liegt auf einer Insel im Fluss Niger. Es befindet sich rund sechs Kilometer südwestlich des Hauptorts Ayérou der gleichnamigen Landgemeinde und des gleichnamigen Departements Ayérou, das zur Region Tillabéri gehört. Zu den Siedlungen in der näheren Umgebung von Daya Peulh zählen Daya Sédentaire im Süden, Bongourou im Nordwesten und Safan im Osten.
Es herrscht das Klima der Sahelzone vor, mit einer durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge zwischen 300 und 400 mm. Der Ort ist Teil der 100 km² großen Important Bird Area von Ayérou. Typische Vogelarten sind hier der Kronenkranich (Balearica pavonina) und die Witwenpfeifgans (Dendrocygna viduata). Zudem lebt die Seekuhart Afrikanischer Manati (Trichechus senegalensis) im Fluss.
Geschichte mini|Menschen in Daya Peulh (1909)
Die Fulbe-Fraktion von Daya wurde 1905 gegründet. Der Zusatz „Peulh“ im Ortsnamen bedeutet Fulbe. Bei der ursprünglichen Bevölkerung handelte es sich um Nomaden aus Boni im Massina im heutigen Mali.
Der Standort von Daya Peulh wurde im Zeitraum von 2019 bis 2024 wegen der Errichtung der Kandadji-Talsperre am Fluss Niger versetzt. Dies betraf auch andere Siedlungen im Überschwemmungsgebiet, darunter Abuja, Béibatane Ganda, Bongourou, Daya Sédentaire, Doulsou, Issili, Kandadji, Sanguilé, Séno und Tondi Tchan. Mitte August 2023 flüchteten über 17.500 Menschen aus Daya Peulh und etwa vierzig weiteren flussnahen Siedlungen in die Hauptorte Ayérou, Bankilaré und Tillabéri. Dem vorangegangen waren gewaltsame Zusammenstöße zwischen Sesshaften- und Hirten-Gemeinschaften in den Dörfern Bongourou, Kodogoria und Tondi Tchan mit Dutzenden Toten. Die Fulbe-Gemeinschaften von Daya Peulh und Daya Sédentaire und die Songhai-Gemeinschaften von Issili, Kandadji, Séno und ihre Verbündeten unterzeichneten am 30. August 2024 einen Vertrag, mit dem ein gemeinsames Komité zur Friedenserhaltung ins Leben gerufen wurde. Dies zielte darauf, Spannungen zwischen den Gemeinschaften zu entschärfen, insbesondere bei Konflikten um die Ressourcennutzung. Dem Abkommen traten am 29. Juli 2025 die Dörfer Dessa, Famalé, Gabou, Gaïgorou, Sanguilé und Tomaré bei.
Bevölkerung Bei der Volkszählung 2012 hatte Daya Peulh 104 Einwohner, die in 19 Haushalten lebten. Bei der Volkszählung 2001 betrug die Einwohnerzahl 233 in 35 Haushalten und bei der Volkszählung 1988 belief sich die Einwohnerzahl auf 138 in 23 Haushalten.
In ethnischer Hinsicht leben mehrheitlich Fulbe im Dorf. Hinzukommen ebenfalls aus Mali stammende Songhai.
Wirtschaft und Infrastruktur Es gibt eine Grundschule im Dorf.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Tillabéri (Region) Kategorie:Ort in Niger Kategorie:Ort in Afrika Kategorie:Ort am Niger