Die Legende des Wüstenkindes (Originaltitel: L'enfant du désert) ist ein Abenteuerfilm von Gilles de Maistre aus dem Jahr 2026. Der Film startete am 21. Mai 2026 in den deutschen Kinos.Die Legende des Wüstenkindes, Abgerufen am 14. August 2026. Es handelt sich um eine Verfilmung des Romans Hadara, l’enfant autruche der schwedischen Journalistin Monica Zak, der wiederum auf einer wahren Begebenheit basiert.
Es werden zwei Erzählebenen miteinander verknüpft: die märchenhafte Überlebensgeschichte des Jungen Hadara in der Sahara und die moderne Spurensuche der Jugendlichen Sun, die hinter die wahre Herkunft dieser Legende kommt.
Handlung Die 14- bis 15-jährige Sun (gespielt von Neige de Maistre, einer Tochter des Regisseurs) hat auf Basis einer „Gute-Nacht-Geschichte“ ihres verstorbenen Großvaters ein Buch über den „Straußenjungen“ Hadara geschrieben und damit einen Literaturpreis gewonnen. Bei einer Lesung in New York präsentiert sie die Geschichte als fast schon märchenhafte Fiktion. Die Legende des Wüstenkindes erzählt die Geschichte Hadaras, eines zwei Jahre alten Jungen, der während eines Sandsturms von seiner Familie getrennt wird und in der Sahara allein überleben muss. Er wird von einer freundlichen Straußenherde aufgenommen und wächst bei ihnen auf, lernt das Leben in der Wüste kennen und entwickelt eine enge Bindung zu seinen neuen tierischen Beschützern. Mit zunehmendem Alter wird Hadara jedoch bewusst, dass er anders ist als seine gefiederten Geschwister und langfristig ein Außenseiter bleiben wird.
Doch nach der Veröffentlichung wird Sun von der gleichaltrigen Nomadin Kharouba (Moon Ghazali) in die marokkanische Sahara eingeladen. Kharouba erklärt ihr, dass Hadaras Geschichte keine Erfindung ist, sondern auf wahren Begebenheiten beruht – und dass wichtige Teile der Erzählung bisher fehlen. Vor Ort erfährt Sun mehr über die kulturellen Hintergründe, die Nomadentraditionen und ein Geheimnis, das ihr Großvater ihr vorenthalten hat.
Die Legende geht noch weiter: Als Hadara etwa zwölf Jahre alt ist, stößt ein Mann namens Christian (Großvater von Sun) auf ihn. Er ist ein Dokumentarfilmer, der von Hadaras ungewöhnlichem Schicksal erfährt und plant, einen Hollywoodfilm über ihn zu drehen. Er entwickelt Mitgefühl mit dem Jungen und entscheidet sich gegen den Filmdreh, weil er erkennt, dass er dem Jungen damit keinen Gefallen tun würde und es vor allem um Kommerz geht.
Kharouba (Hadaras Enkelin) erzählt Sun, dass Hadara später doch zu den Menschen zurückkehrt, lesen und schreiben lernt und eine eigene Familie gründet.
Produktion Die Dreharbeiten fanden in der marokkanischen Sahara statt, wobei der Film auf authentische Tieraufnahmen setzt, ohne Computertricks, unter der Leitung der verstorbenen Tiertrainerin Muriel Bec.
Kritik Das Lexikon des internationalen Films vergab zweieinhalb von fünf Sternen und urteilte, dass „die betörend fotografierte und emotional aufgeladene Geschichte des Straußenjungen [besticht], jedoch […] die gut gemeinte, aber nicht ganz überzeugende Rahmenhandlung darin zu viel Raum ein[nimmt]“.
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Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2026 Kategorie:Abenteuerfilm Kategorie:Französischer Film Kategorie:Literaturverfilmung Kategorie:Familienfilm