Die Swjatoi Pawel () war ein nominell 80-Kanonen-Linienschiff der Swjatoi-Pawel-Klasse der Baltischen Flotte der Kaiserlich Russischen Marine, das von 1755 bis 1764 in Dienst stand.

Geschichte Die spätere Swjatoi Pawel wurde am , als viertes Schiff ihrer Klasse unter der Bauaufsicht des Schiffbauers Alexander Sutherland, auf einer Werft in Kronstadt bei Sankt Petersburg auf Kiel gelegt. Der Stapellauf erfolgte am .

Die erste Reise der Swjatoi Pawel war eine Fahrt zur schwedischen Insel Gotland im Jahr 1756. Anschließend war das Schiff ab 1757 im Rahmen der russischen Beteiligung während des Siebenjährigen Krieges gegen Preußen und Großbritannien eingesetzt, so bei der Blockade der preußischen Küstenstädte Memel, Pillau und Kolberg. Im Folgejahr gehörte das Schiff zu einem starken russischen Verband – bestehend aus zwei 80ern, zehn 66ern und zwei 54-Kanonen-Linienschiffen –, welcher im Öresund bei Kopenhagen liegend ein Eindringen britischer Seestreitkräfte in die Ostsee verhindern sollte. Nach Abschluss dieser Mission wurde das Schiff hauptsächlich zum Truppentransport eingesetzt. So 1760 bzw. 1761 bei den Angriffen auf die Stadt Kolberg. Nach Ende des Krieges erfolgte ab 1764 keine weitere Ausrüstung des Schiffes mehr, und so erging 1769 der Befehl zum Abbruch.

Literatur

Weblinks Swjatoi Pawel auf threedecks.org (englisch)

Einzelnachweise John Tredrea & Eduard Sozaev: Russian Warships in the Age of Sail 1696–1860., S. 119. John Tredrea & Eduard Sozaev: Russian Warships in the Age of Sail 1696–1860., S. 60.

Kategorie:Swjatoi-Pawel-Klasse Kategorie:Schiff im Siebenjährigen Krieg Kategorie:Paulus von Tarsus als Namensgeber