Alix Hermine Jeanette de Rothschild (verwitwete Krahmer, geborene Schey de Koromla, am 30. Juni 1911 in Frankfurt; gestorben am 3. Mai 1982 in Reux) war ein deutsches Mitglied der Familie Rothschild, Kunstsammlerin und Mäzenin.
Leben Alix Hermine Jeanette Schey de Koromla wurde am 30. Juni 1911 in Frankfurt geboren. Ihr Vater war Philipp Schey von Koromla aus dem Familienzweig „Worms“ der Familie Rothschild, ihre Mutter Lili Jeannette von Goldschmidt-Rothschild war die Tochter von Minka von Rothschild, aus dem Neapler Zweig der Familie. 1929 heiratete sie den Bankdirektor aus Dresden, Kurt Robert Julius Louis Otto Krahmer (1900–1936), mit dem sie die Tochter Lili Adelaide hatte. Nach seinem Tod heiratete sie im Jahr 1937 ihren Cousin Guy de Rothschild (1909–2007).
Das Paar lebte in der Avenue Foch in Paris und im Château de Reux in der Normandie. Nach der Deutschen Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg emigrierte das Paar 1942 nach New York. Dort wurde am 15. Dezember 1942 ihr Sohn David René de Rothschild geboren. Nach dem Krieg zog die Familie 1956 zurück nach Reux und im folgenden Jahr ließen sich Guy und Alix de Rothschild scheiden. Alix de Rothschild blieb in Reux und wurde auch zur Bürgermeisterin der kleinen Gemeinde gewählt. Dieses Amt übte sie fast 30 Jahre aus. Dort traute sie am 29. Juni 1974 als Bürgermeisterin in einer privaten Zeremonie ihren Sohn David René de Rothschild und Olimpia Aldobrandini aus dem Adelsgeschlecht Aldobrandini.
Alix de Rothschild besuchte mehrmals Israel, war auch dort eine Förderin der Kunst und Kultur und unterstützte die Tanzkompanie ihrer Schwägerin Bethsabée de Rothschild.
Kunstsammlerin Alix de Rothschild interessierte sich ab den 1950er Jahren für die Künstler der Zweiten Schule von Paris. Auch die deutschen Impressionisten interessierten sie und sie erstellte eine Sammlung von mehr als 2000 Werken diese Künstler. Darunter „Le Lavoir“ von Pablo Picasso. Als Mäzenin unterstützte sie Jesekiel David Kirszenbaum und Avigdor Arikha. Weitere Bereiche, für die sie sich interessierte, waren afrikanische Kunst und was zu der Zeit als „primitive“ Kunst bezeichnet wurde. In den Beirat des Musée National d’Art Moderne in Paris wurde sie 1961 berufen. Den Vorsitz der Société des Amis du Musée de l’Homme, eines Museums, das sich auf Ethnografie, Anthropologie und Naturkunde spezialisiert hatte, übernahm sie 1962. Viele Kunstwerke stiftete sie Museen in Le Havre, Caen und Honfleur. Ihre Sammlung wurde nach ihrem Tod aufgelöst.
Alix de Rothschild starb am 3. Mai 1982 in Reux.
Ehrungen Alix de Rothschild wurde mit dem Chevalier des Palmes Académiques sowie den Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres et du Mérite Social ausgezeichnet.
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Einzelnachweise
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