Der Celebeshaubenadler (Nisaetus lanceolatus, Syn. Spizaetus lanceolatus) ist eine Greifvogelart aus der Gattung Nisaetus.
Der Vogel ist endemisch in Indonesien auf Sulawesi und benachbarten Inseln Buton, Muna, Banggai und Sula-Inseln.
Das Verbreitungsgebiet umfasst Primärwald und alten Sekundärwald mit offenen Abschnitten bis in Lagen von 2000, meist zwischen 250 und 1500 m. ü. M.
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Merkmale Die Art ist 56–64 cm groß mit einer Flügelspannweite von 110–135 cm und wiegt etwa 1280 g. Der mittelgroße Greifvogel ist kräftig gezeichnet, ohne Haube mit ziemlich kurzen, breiten Flügeln mit gerundeten Spitzen und mit einem langen Schwanz mit runder Spitze. Kopf und Brust sind rotbraun mit breiten schwärzlichen Strichen, die Flügel sind dunkelbraun, die Unterseite ist weiß und schwarz gebändert. Jungvögel sind an Kopf und Oberseite weiß. Das Gefieder erinnert sehr an den im gleichen Lebensraum vorkommenden Celebeswespenbussard (Pernis celebensis), der aber einen schmaleren Kopf und Schnabel aufweist mit längerem Nacken, unbefiederte Beine hat, dessen Flügel länger erscheinen und der auch unterschiedlich fliegt auf gestreckten Flügeln gleitend mit tieferen Flügelschlägen. Jungvögel haben einen weißen Kopf und eine schlicht weiße Unterseite und können mit dem Rotbauchadler (Lophotriorchis kienerii) verwechselt werden, der aber eine dunkel Gesichtsmaske und Kopfkappe trägt, an den Flanken dunkel gefleckt ist, längere, schmalere Flügel und einen kürzeren Schwanz zeigt.
Geografische Variation Die Art ist monotypisch.
Stimme Der Gesang wird als leicht ansteigende Folge harscher „ke-ke-ke…“ Laute beschrieben, auch etwas lachend klingend, mitunter kommt ein „curwee“ Laut hinzu.
Lebensweise Die Art ist ein Standvogel, Jungvögel können zwischen den Inseln herumwandern.
Die Nahrung besteht wohl aus kleinen und mittelgroßen Vögeln und Säugetieren, auch Schlangen und Echsen, gejagt wird von einem versteckten Ansitz aus gerne über grasbewachsenen Lichtungen, auch über den Wipfeln kreisend.
Die Brutzeit liegt vermutlich zwischen Mai und August. Das Nest wird auf einem großen horizontal verlaufendem Ast eines hohen Baumes angelegt. Das Gelege besteht wohl nur aus einem Ei.
Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).
Literatur C. J. Temminck und H. Schlegel: Spizaëtos lanceolatus. In: Fauna Japonica sive descriptio animalium, quae in itinere per Japoniam, jussu et auspiciis superiorum, qui summum in India Batava imperium tenent, suscepto, annis 1825-1830 collegit, notis, observationibus et adumbrationibus illustravit. Band 4. Aves, S. 7, 1844, Biodiversity Library J. Ferguson-Lees, D. A. Christie: Die Greifvögel der Welt (deutsch von Dr. Volker Dierschke und Dr. Jochen Dierschke). Franckh-Kosmos-Verlags-GmbH & Co. KG. Stuttgart, 2009. ISBN 978-3-440-11509-1
Weblinks
Macaulay Library
Einzelnachweise P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF W. S. Clark und G. M. Kirwan: Sulawesi Hawk-Eagle (Nisaetus lanceolatus), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, Nisaetus lanceolatus J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3. AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 IOC World Bird List 15.2 Hoatzin, New World vultures, Secretarybird, raptors
Kategorie:Habichtartige Kategorie:Endemisches Tier Indonesiens