Die Gasschutztür 19P7 (laufende Nummer 19, Entwicklungsjahr 1943) ist eine standardisierte Gasschutztür aus Stahlblech für Bunker innerhalb des Regelbau-Programms der Wehrmacht und wurde ab 1934 hergestellt.

Aufbau Die Gasschutztür 19P7 ist 25 mm dick, 1,70 m hoch und 80 cm breit. Zusammen mit dem Rahmen der Tür ist sie 1,83 m hoch und 93 cm breit. Das Gesamtgewicht liegt bei 185 kg. Mit ihren Panzerungswerten gehört die Tür zur ballistischen Widerstandsklasse D. Sie ist eine einflügelige, schwenkbare Zwischentür aus unlegiertem Stahlblech. Der Türrahmen wurde in den Beton eingefasst und befand sich immer innerhalb eines Bunkers. Die Tür ist gasdicht, was durch eine ölgetränkte Filzdichtung sichergestellt wurde. Die Tür wird an zwei Scharnieren an einer speziellen, profilierten Platte gehalten. Ein roter Kreis in der Mitte oder der oberen Ecke signalisierte, dass diese Tür immer geschlossen zu halten war.

Oben, mittig in der Tür befindet sich eine kleine Sichtöffnung. In dieser wurde ein 2 cm dickes Sicherheitsglas installiert. Damit war es möglich, unter Schutz durch die Tür aus dem Kampf- oder Bereitschaftsraum in die Gasschleuse oder dem Zwischengang zu blicken. Separat verschließen ließ sich diese Öffnung nicht. Die Tür öffnete sich, je nach Einbauweise, durch zwei Scharniere. Verschlossen wurde die Tür mithilfe von zwei langen Hebeln, welche in das Gegenstück in der Wand griffen.

Aufgabe Die Gasschutztür 19P7 diente in nahezu allen Bunkeranlagen als Zwischen- und Gasschutztür. Sie war gasdicht und schütze die Besatzung des Bunkers vor Gasen, nur sehr schlecht und gering vor Beschuss und sie hielt warme oder kühle Luft im Inneren.

Einsatz Die Gasschutztür 19P7 wurde nahezu in allen Regelbauten von 1935 und 1943 verbaut. Sie war die am häufigsten verwendete Zwischentür innerhalb deutscher Bunker. Insgesamt wurden um die 55.300 Türen dieser Art hergestellt.

Verbleib Aufgrund des Materialmangels nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele Türen entfernt und anderweitig genutzt oder verschrottet. Dennoch sind sowohl in Bunkern im Westwall und im Atlantikwall viele Türen von sehr gut erhalten bis stark verrostet vorhanden. Eine stark verrostete Tür kann bei der Batterie Lothringen bei Saint Brélade auf der Kanalinsel Jersey besichtigt werden. Weiterhin kann man ein sehr gut erhaltenes Exemplar am Fuß des Leuchtturms am Cap Ferret in einem Regelbau 622 finden.

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Bunker im Nationalsozialismus Kategorie:Typenbau