Ute Gortner (geb. 1950 in Bexbach) ist eine deutsche Grafikerin, Malerin, Zeichnerin und Bildhauerin. Ihr Werk umfasst Radierungen, Zeichnungen, Malerei und plastische Arbeiten aus Stahl. Sie lebt und arbeitet in Bexbach (Saarland) sowie in Grimaucourt-près-Sampigny (Frankreich).

Leben Ute Gortner studierte von 1970 bis 1975 Freie Grafik, Grafikdesign und Kunsterziehung an der Hochschule für Bildende Künste Kassel.Gortner, Ute, Künstlerlexikon, Institut für aktuelle Kunst, abgerufen am 14. August 2026 1975/76 setzte sie ihre Ausbildung in Paris fort und studierte Farbradierung bei Johnny Friedlaender. Nach dem Referendariat in Hannover legte sie das Zweite Staatsexamen ab. Seit 1980 arbeitet sie freischaffend. Von 1996 bis 2012 war sie Kunsterzieherin am Cusanus-Gymnasium St. Wendel.

Im Jahr 1984 heiratete sie den Maler und Grafiker Thomas Meier-Castel. Seit 1989 betreiben sie neben ihrem Atelier in Bexbach ein weiteres Atelier im französischen Grimaucourt-près-Sampigny; eine Phase mit zusätzlichem Atelierstandort in Zell an der Mosel führte zu einer Wiedereingliederung des Arbeitsorts in Bexbach.

Werk Die frühen Arbeiten konzentrieren sich auf Radierung, Druckgrafik und Zeichnung. Ab den späten 1980er Jahren entwickelte sie experimentelle Drucktechniken mit Monotypien, Collagen und objekthaften Arbeiten. In den 1990er Jahren verlagerte sich der Schwerpunkt stärker auf Zeichnung. Seit ca. 2000 widmet sie sich vor allem der gegenstandslosen Acrylmalerei sowie plastischen Arbeiten aus Stahl.

Das Werk umfasst grafische Serien, großformatige Zeichnungen, abstrakte Malerei und skulpturale Arbeiten.

Gortners Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Werke befinden sich u. a. in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, im Musée Barrois in Bar-le-Duc sowie in weiteren öffentlichen Sammlungen.

Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 1978: Stadtmuseum, Homburg 1983: Kunstverein Dillingen 1995: Musée Barrois, Bar-le-Duc (mit Thomas Meier-Castel) 1996: Dessins en Lorraine, Moderne Galerie Saarbrücken 1997: Centre Culturel Pablo Picasso, Blénod-lès-Pont-à-Mousson 1998: Museum im Mia-Münster-Haus, St. Wendel 1999: „Peintures et dessins“, Musée Barrois, Bar-le-Duc 2010: Musée Pierre-Noël, Saint-Dié-des-Vosges (mit Thomas Meier-Castel) 2024: „grenzenlos“, Städtische Galerie Neunkirchen (mit Thomas Meier-Castel)

Gruppenausstellungen 1975: Kunstverein Kassel 1978: Kunstverein Hannover 1978: Kunstverein Kassel 1979: Moderne Galerie des Saarlandmuseums, Saarbrücken 1980: Museum of Fine Arts, St. Petersburg 1981: „Werkschritte“, Moderne Galerie des Saarlandmuseums, Saarbrücken 1982: 5th International Print Biennal, Miami 1987: Moderne Galerie des Saarlandmuseums, Saarbrücken 1989: Museum im Mia-Münster-Haus, St. Wendel 1990: Ino-cho Paper Museum, Kochi 1990: Internationale Grafik-Triennale, Frechen 1995: Musée Barrois, Bar-le-Duc 2000: „Kunstszene Saar. Visionen 2000“, Saarland Museum, Saarbrücken 2006: „Landaufnahme“, Museum Schloss Fellenberg, Merzig 2013: „Bestandsprobe II: Grenzerfahrung“, Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

Bibliografie (Auswahl) Ute Gortner/Thomas Meier-Castel – grenzenlos. Städtische Galerie Neunkirchen, 2025, ISBN 978-3-941715-33-2 Ute Gortner - dessins, Zeichnungen. Museum St. Wendel, St. Wendel 1998, ISBN 978-3-928810-30-2

Auszeichnungen Kunstpreis „Südliche Weinstraße“ (1986) Förderpreis der Europäischen Gemeinschaft (1988) Kunstpreis für Druckgrafik, Kochi International Triennial Exhibition of Prints, Japan (1990)

Weblinks Website Gortner, Ute, Künstlerlexikon, Institut für aktuelle Kunst im Saarland

Einzelnachweise

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