Die Stahltür 14P7 oder auch Stahltür mit Mannlochluke 14P07 ist eine standardisierte Eingangstür aus Stahlblech für Bunker innerhalb des Regelbau-Programms, beziehungsweise des Pionierprogramm, der Wehrmacht und wurde ab 1934 hergestellt.
Aufbau mini|Replik einer Stahltür 14P7 beim Bunker 301 im Forstwald bei Elsenfeld Die Stahltür 14P7 ist 30 mm dick, 1,17 m hoch und 87 cm breit. Zusammen mit dem Rahmen der Tür war sie 1,28 m hoch und 1,14 m breit. Das Gesamtgewicht liegt bei 500 kg. Mit diesem Panzerungswerten gehört die Tür zur ballistischen Widerstandsklasse D. Sie ist eine einflügelige, schwenkbare Eingangstür aus unlegiertem Stahlblech. Die Tür wurde in die Betonfassade eingefasst, dass sie in Richtung der Flankierungsanlage aufschwenkt. So konnten mögliche Querschläger oder letzte Schüsse durch die Tür abgelenkt werden. Die Tür ist gasdicht, was durch eine ölgetränkte Filzdichtung sichergestellt wurde. Die wird an zwei Scharnieren an einer speziellen, profilierten Platte gehalten. Ein roter Kreis in der Mitte oder der oberen Ecke signalisierte, dass diese Tür immer geschlossen zu halten war.
In der Mitte der Tür befindet sich eine Lukenöffnung, welche 49 cm breit und 40 cm hoch ist. Dadurch konnte man im Notfall, sofern die Tür durch Schutt blockiert oder Explosionen verformt war, durchkriechen und den Bunker verlassen. Auch war es möglich, die damaligen Munitionskisten durch diese Luke durch zu reichen. Eine weitere Möglichkeit war der Einbau einer speziellen Jalousie aus perforiertem Stahlblech mit Längslöchern, um eine Belüftung des Bunkers zu ermöglichen, ohne die komplette Tür öffnen zu müssen. Die kleine Luke öffnet sich nach innen und ist durch ein Gleitlager leichtgängig. Bei geschlossenem Zustand wird die Luke durch zwei Stifte arretiert. In der Mitte der Klappe befindet sich zudem eine weitere, kleine Öffnung, welche für die Nahverteidigung mit Pistole, Gewehr oder Maschinenpistole gedacht ist. Die kleine Öffnung wird durch eine kleine Platte verschlossen, die mit einem Handgriff und zwei Schienen nach rechts oder links bewegt werden kann. Damit die Platte nicht herausfällt, befinden sich auf beiden Seiten der Schienen Riegelanschläge.
Aufgabe Die Stahltür 14P7 diente hauptsächlich in kleinen Bunkeranlagen als Haupteingangstür. Sie war gasdicht und schütze die Besatzung des Bunkers vor leichten Beschuss durch Handwaffen.
Einsatz Die Stahltür 14P7 wurde nahezu in allen Regelbauten des Pionierprogramms zwischen den Jahren 1936 und 1938 verbaut. Sie war die am häufigsten verwendete Eingangstür in deutschen Bunkern. Auch in vielen späteren Regelbauten und Behelfsbunkern wurde diese Eingangstür verbaut.
Verbleib Aufgrund des Materialmangels nach dem Zweiten Weltkrieg, sind nur sehr wenige dieser Türen noch vorhanden. Eine sehr gut erhaltene Tür kann im Bunker 224 bei Aschaffenburg besichtigt werden. Weiterhin gibt es im Bunker 301 im Forstwald bei Elsenfeld der Wetterau-Main-Tauber-Stellung eine Replik dieser Tür zu sehen.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Bunker im Nationalsozialismus Kategorie:Typenbau