Pylochelidae ist eine Familie der Einsiedlerkrebse mit 21 Gattungen. Sie sind die einzigen Einsiedlerkrebse mit einem verknöcherten, segmentierten Pleon, so dass sie außerhalb ihrer Behausung eher den Axiidea ähneln. Phylogenetische Untersuchungen legen nahe, dass sie eher mit Springkrebsen als mit anderen Einsiedlerkrebsen verwandt sind.

Lebensweise Im Gegensatz zu anderen Einsiedlerkrebsen bewohnen Pylochelidae keine Schneckengehäuse, sondern Höhlen in Holz, Steinen, Bimsstein oder Schwämmen oder sie nutzen Kahnfüßer oder Bambus. Sie kommen meist in Tiefen zwischen 200 und 500 m vor, selten in flacherem Wasser oder in Tiefen über 1500 m.

Merkmale Das Pleon ist, mit Ausnahme von Mixtopagurus, symmetrisch, verknöchert und deutlich segmentiert. Die Scherenbeine sind asymmetrisch. Die dritten Maxillipeden grenzen an der Basis aneinander. Die Pleon-Somiten 2 bis 5 tragen paarige Pleopoden.

Systematik Die Familie ist möglicherweise nicht monophyletisch. Sie wird gegenwärtig in drei Unterfamilien mit zehn rezenten und elf fossilen Gattungen gegliedert: Pomatochelinae , 1914 Pomatocheles , 1879 Pylochelinae , 1888 Bathycheles , 1987 Cheiroplatea , 1888 Pylocheles , 1880 Xylocheles , 1987 Trizochelinae , 1987 Ammopylocheles , 2008 † Cancellocheles , 1987 Cretatrizocheles , 2012 † Forestocheles , 2009 Housacheles 2013 † Jurapylocheles , 2008 † Mesoparapylocheles , 2012 † Mixtopagurus , 1880 Parapylocheles , 1901 Parapylochelitergites , 2013 † Pretrizocheles , 2019 † Pylochelitergites , 2012 † Trizocheles , 1987

Drei fossile Gattungen sind bislang keiner Unterfamilie zugeordnet: Liocaris , 1925 † Scututergites , 2014 † Stagmacaris , 2006 †

Synonyme sind Parapylochelidae , 1987 und Pomatochelidae , 1914.

Weblinks

Einzelnachweise