mini|José Ossandón Irarrázabal (2022) Manuel José Ossandón Irarrázabal (* 24. August 1962 in Viña del Mar) ist ein chilenischer Agrartechniker und Politiker. Er ist Mitglied der Renovación Nacional (RN). Seit 2014 gehört er dem chilenischen Senat an. Von März 2025 bis März 2026 war er Präsident des Senats.
Biografie Ossandón ist der Sohn von Roberto Ossandón Valdés und Ximena Irarrázabal Correa. Seine Schwester Ximena Ossandón ist ebenfalls Politikerin der Renovación Nacional.
Er besuchte das Colegio Tabancura und das Colegio de los Sagrados Corazones in Santiago. Anschließend studierte er am Instituto Nacional de Capacitación Profesional (INACAP), wo er einen Abschluss als Agrartechniker erwarb. Später absolvierte er ein Diplomstudium in Betriebswirtschaftslehre an der Universidad Adolfo Ibáñez.
Von 1982 bis 1992 arbeitete Ossandón als Landwirt und landwirtschaftlicher Geschäftsführer der Sociedad Agrícola Santa Magdalena Ltda.
Ehe und Kinder Ossandón ist mit Paula Lira Correa verheiratet. Das Paar hat acht Kinder: Manuel José, Paula, Benjamín, Nicolás, Jacinta, Pedro Pablo, Juan Diego und María. Sein Sohn Manuel José gehörte dem chilenischen Verfassungskonvent an. Sein Sohn Benjamín ist katholischer Priester.
Politische Laufbahn Ossandón trat 1987 der Renovación Nacional bei. Innerhalb der Partei bekleidete er verschiedene Ämter und war unter anderem von 2008 bis 2014 in mehreren aufeinanderfolgenden Amtsperioden einer ihrer Vizepräsidenten.
Von 1992 bis 2000 war Ossandón Bürgermeister der Gemeinde Pirque. Bei seiner ersten Wahl erhielt er 22 % der Stimmen, bei seiner Wiederwahl 65 %.
Anschließend war er von 2000 bis 2012 Bürgermeister von Puente Alto. Bei der Kommunalwahl 2000 wurde er mit 45 % der Stimmen gewählt. 2004 wurde er mit 60 % und 2008 mit 70 % der Stimmen wiedergewählt.
2007 erlangte Ossandón größere öffentliche Bekanntheit durch seine Kritik an der Einführung des öffentlichen Nahverkehrssystems Transantiago. Er kritisierte insbesondere, dass die betroffenen Gemeinden seiner Ansicht nach nicht ausreichend in die Planung der Buslinien einbezogen worden seien.
Senator Im April 2012 kündigte Ossandón an, bei der Kommunalwahl desselben Jahres nicht erneut als Bürgermeister von Puente Alto anzutreten und stattdessen bei der Parlamentswahl in Chile 2013 für den Senat zu kandidieren.
Bei der Parlamentswahl 2013 wurde er für den damaligen Senatswahlkreis Santiago Oriente gewählt. Mit 317.311 Stimmen beziehungsweise 24,43 % erzielte er die meisten Stimmen im Wahlkreis. Seine Amtszeit begann am 11. März 2014.
2015 gehörte Ossandón zu den Senatoren mit der höchsten Zahl eingebrachter Gesetzesinitiativen. Während seiner ersten Amtszeit gehörte er verschiedenen ständigen und besonderen Senatsausschüssen an, darunter den Ausschüssen für Wohnungswesen und Stadtentwicklung, Verkehr und Telekommunikation, Menschenrechte, Staatsangehörigkeit und Bürgerrechte sowie Auswärtige Beziehungen.
Bei der Parlamentswahl in Chile 2021 kandidierte Ossandón für die Renovación Nacional im Bündnis Chile Podemos Más im neuen Senatswahlkreis 7 der Región Metropolitana de Santiago. Mit 280.436 Stimmen beziehungsweise 10,56 % wurde er für die Amtsperiode 2022 bis 2030 wiedergewählt und erreichte das zweitbeste Ergebnis im Wahlkreis.
Seine zweite Amtsperiode begann am 11. März 2022. Seitdem gehörte er unter anderem den ständigen Ausschüssen für Wirtschaft, Inneres sowie Regierung, Dezentralisierung und Regionalisierung an.
Präsidentschaftskandidatur 2017 Am 13. Juli 2016 trat Ossandón nach fast drei Jahrzehnten Mitgliedschaft aus der Renovación Nacional aus, um eine unabhängige Präsidentschaftskandidatur für die Präsidentschaftswahl in Chile 2017 vorzubereiten.
Im Oktober 2016 erklärte er, bereits die für eine unabhängige Präsidentschaftskandidatur erforderlichen Unterschriften gesammelt zu haben. Im folgenden Monat entschied er sich jedoch für die Teilnahme an der Präsidentschaftsvorwahl des Mitte-rechts-Bündnisses Chile Vamos.
Bei der Vorwahl im Juli 2017 belegte Ossandón hinter dem ehemaligen Staatspräsidenten Sebastián Piñera den zweiten Platz. Am 24. Juli 2017 trat er wieder der Renovación Nacional bei.
Während des Präsidentschaftswahlkampfs sorgte Ossandón im Juni 2017 bei einem Auftritt in der Fernsehsendung Tolerancia cero für Kritik, nachdem er auf Fragen zum Pariser Klimaabkommen keine ausreichende Antwort geben konnte, obwohl er als Senator zuvor für dessen Ratifizierung gestimmt hatte.
Präsident des Senats Am 26. März 2025 wurde Ossandón zum Präsidenten des chilenischen Senats für die Amtsperiode 2025/26 gewählt. Er übte das Amt bis zum 11. März 2026 aus und wurde anschließend von Paulina Núñez abgelöst.
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