Ersinger Frühzwetsche ist eine alte Zwetschgensorte, die 1890 in Ersingen bei Pforzheim als Zufallssämling entdeckt wurde. 1896 wurde sie in Baden-Baden bei einer Obstausstellung erstmals gezeigt. Sie ist auch unter den Namen Ahlsbachs Frühzwetsche, Eisentaler Frühzwetsche, Goldquelle oder Weißentaler Frühzwetsche bekannt. In den USA ist sie auch als Early Blue im Anbau.
Im Erwerbsobstbau ist die Sorte aufgrund ihrer begrenzten Lager- und Transportfähigkeit von Nachteil. Ihre hohen Standortansprüche werden insbesondere in Weinbauklimaten erfüllt. Im Jahr 2020 erreichte die Sorte in einzelnen Wochen einen Anteil von bis zu 9,6 % des deutschen Pflaumensortiments.
Die Sorte ist teilweise selbstfruchtbar, ein Befruchter wie Čačaks Schöne, wird empfohlen. Sie blüht mittelfrüh. Der Baum bildet eine kleine, kugelige bis breitpyramidale Krone.
Die Reifezeit liegt zwischen Mitte und Ende Juli. Damit reift die Ersinger Frühzwetsche nach der Sorte Herman und vor Čačaks Schöne, in etwa mit Katinka. Die Frucht ist mittelgroß, mit einem Gewicht von 30 bis 40 g und einem Durchmesser von 32 bis 36 mm. Die Frucht ist länglich bis ovalförmig und ist grüngelb. Als Kuchenbelag kann sie in Privathaushalten verwendet werden, für Bäckereien ist sie nicht ausreichend backfest.
Im Anbau sind verschiedene Typen verbreitet, die sich unter anderem in Fruchtform und -farbe unterscheiden. Zur Vermehrung wird heute der Typ Kiefer empfohlen, der rundlichere und stärker blau gefärbte Früchte hervorbringt.
Einzelnachweise
Kategorie:Steinobst