mini|Schüler nutzen „Nose Goes“, um eine Entscheidung zu treffen Nose goes, das Nose-goes-Spiel oder im Deutschen oft einfach Nase genannt, ist ein Auswahlverfahren, das vor allem dann zum Einsatz kommt, wenn entschieden werden muss, welcher von mehreren Personen eine unerwünschte Aufgabe zugewiesen wird.

Regeln Die Vorgehensweise kann je nach Region unterschiedlich sein, doch im Allgemeinen gilt:

"Bei 'Nose Goes' können Personen, sobald eine bestimmte Tätigkeit verlangt wird, sich durch das Tippen des Fingers an die Nase von dieser Tätigkeit befreien. Das Tippen signalisiert den anderen beteiligten Personen den Beginn des 'Spiels' – die letzte Person, die dann den Finger an der Nase hat, muss die Tätigkeit schließlich übernehmen."

In einigen Varianten des Spiels muss der Startspieler „Not it" (engl. sinngemäß für „Das nicht") rufen, um das Spiel zu beginnen. In anderen Varianten ist jedoch keine Ansage erforderlich, und die Person, die das Spiel als Letzte bemerkt, muss möglicherweise die Aufgabe ausführen.

Weitere Varianten Bei einem ähnlichen Spiel in Australien und Neuseeland rufen die Teilnehmer „Bags not!“ und legen den Daumen auf die Stirn.

Der Ablauf ähnelt dem Spiel „Get Down, Mr. President“, bei dem die Person in einer Gruppe, die als Letzte ihr Ohr berührt, von den anderen Spielern zu Boden geworfen wird.

Literatur Friederike Heinzel, Benjamin Krasemann und Katharina Sirtl: Studierende bei der Gruppenarbeit im Fallseminar - ‚Protokollieren‘ zwischen Kooperation und distanziert-routinierter Aufgabenbewältigung. In: Tanya Tyagunova (Hrsg.): Studentische Praxis und universitäre Interaktionskultur - Perspektiven einer praxeologischen Bildungsforschung. Springer VS, Wiesbaden 2019. S. 57–88. (insbes. S. 67–72).

Einzelnachweise

Kategorie:Auswahlverfahren