Die Gustav-Kurtze-Promenade ist eine von der Strausberger Eisenbahn geprägte parkähnliche Promenade in der brandenburgischen Gemeinde Strausberg im Landkreis Märkisch-Oderland. Der Radweg der Gustav-Kurtze-Promenade ist auf seiner gesamten Länge Zubringer zum Europaradweg R1 (ZR1, Relation 33745) An der Gustav-Kurtze-Promenade liegen die drei Haltestellen Landhausstraße, Märchenwald (seit 2024) und Schlagmühle der Straßenbahnlinie 89 der Strausberger Eisenbahn.
Lage { "type": "FeatureCollection", "features": [
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] } Die Gustav-Kurtze-Promenade verläuft parallel zur Ernst-Thälmann-Straße. Sie beginnt südlich an der Landhausstraße und endet nördlich an der Garzauer Straße. Die Strausberger Eisenbahn trennt die Promenade in einen östlichen Teil (Hausnummern 1 bis 52, überwiegend Eigenheime) und in einen westlichen Teil (Hausnummern 53 bis 86, überwiegend Mehrfamilienhäuser), wobei der westliche Teil nur zu ca. einem Drittel bebaut ist. Die anderen zwei Drittel sind Teil des Märchenwaldes.
Namensgeber Namensgeber ist Gustav Kurtze, der der Besitzer der Walkmühle war. (Die Alte Walkmühle befindet sich am Annafließ südlich der Ostbahn in Strausberg Vorstadt.)
Geschichte Im Zusammenhang mit dem Bau der Strausberger Eisenbahn wurde die Villenkolonie Strausberg-Vorstadt gegründet, was durch die Stadt gefördert wurde. Unter anderem wurden die Jagen 47 und 48 durch Beschluss der Strausberger Stadtverordneten vom 14. Januar 1893 parzelliert. Das betraf auch das Gebiet der heutigen Gustav-Kurtze-Promenade. Die Größe der 176 Parzellen lag bei ca. 1.200 m² bis 1.600 m² und wurden für 1,50 Goldmark pro Quadratmeter angeboten. Per Auflage war vorgegeben, dass Wohngebäude im „villenartigen Stil“ zu errichten sind.
Mit dem Bau der Strausberger Eisenbahn im Jahr 1893 wurde die heutige Gustav-Kurtze-Promenade als Eisenbahnstraße angelegt. Seit 1899 trug die Straße den Namen An der Straßenbahn. Die Regulierung der meisten Straßen „im Terrain 47/48“ erfolgte 1899, die der Gustav-Kurtze-Promenade erst 1903. Bis 1904 war die Gustav-Kurtze-Promenade eine Sackgasse. Um sie bis zur Rosa-Luxemburg-Straße weiter führen zu können, kaufte die Stadt eine Parzelle von 1.580 m² für 2.000 Mark. 1922 wurde die Straße zur Gustav-Kurtze-Promenade. Die Haltstellen Landhausstraße und Schlagmühle (ebenso die Haltestelle Hegermühle) erhielten 1913 Wartehallen. Zwischen 1988 und 1994 wurden diese instandgesetzt, ohne sie äußerlich zu verändern. Die ursprünglich im Inneren vorhandenen u-förmigen massiven Holzbänke wurden nach Beschädigung in den 1960er Jahren entfernt.
1929 wurde beschlossen, an der Gustav-Kurtze-Promenade (auch an der Lindenpromenade) Linden als Straßenbäume anzupflanzen.
Nach dem Krieg bis ca. 1954 befand sich in der Hausnummer 45 (sowie Rosa-Luxemburg-Straße 9) eine ADN-Schule.
Im Januar 1958 begann die Wohnungsbaugenossenschaft „Aufbau“ Strausberg (damals Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft (AWG) "Aufbau" Strausberg) mit dem Bau der ersten Mehrfamilienhäuser. 1964 erfolgte der Bau der ersten Geschäftsstelle (Hausnummer 80). (Das Gebäude wurde für den Neubau des Quartier am Märchenwald zurückgebaut.)
Die ersten Wohnblöcke (Block A und Block B) wurden in herkömmlicher Ziegelbauweise errichtet. Ab 1962 wurden die Mehrfamilienhäuser in Großbolckbauweise errichtet:
mini|Block A und Block B (im Hintergrund) AWG "Aufbau" 1959: zwei zweistöckige Wohnblöcke (Block A / Hausnummern 55–56 sowie Block B / Hausnummern 59–60) 1960: ein zweistöckiger und ein dreistöckiger Wohnblock (Block C, Hausnummern 65–66 sowie Block E / Hausnummern 57–58) 1961: ein vierstöckiger Wohnblock (Block F, Hausnummern 61–64) 1962: drei vierstöckige Wohnblöcke (Block G, Hausnummern 70–72, Block D, Hausnummer 67–69 sowie Block I / Hausnummern 76–79) 2014: Wohn- und Geschäftshaus („Sonnenhaus“: Sitz der Verwaltung, Hausnummern 58a–58d)Uwe Spranger: 2023: „Quartier am Märchenwald“ (Hausnummern 80 (Haus Grimm), 80b (Haus Morgenstern), 80c (Haus Andersen) und 80d (Haus Bechstein)) Gewoba Strausberg 1962: ein vierstöckiger Wohnblock (Block H / Hausnummern 73–75)
Der Ratssitzung vom 14. Dezember 1972 lag eine Konzeption zur Benennung von Straßen und Plätzen in Strausberg vor. Unter anderem sollte die Gustav-Kurtze-Promenade umbenannt werden. Die Konzeption wurde zur Kenntnis genommen, aber nicht umgesetzt.
Zwischen 1975 und 1990 wurden in der Gustav-Kurtze-Promenade, in unmittelbarer Nähe der Häuser der AWG "Aufbau", zwei Garagenkomplexe errichtet, die zwischen 2013 und 2025 vollständig zurückgebaut wurden.
1987 fusionierte die Gewoba Strausberg mit AWG "Aufbau". Dies betraf auch einen Wohnblock in der Gustav-Kurtze-Promenade. Ebenfalls 1987 erfolgte der Anschluss des nördlichen Teils der Gustav-Kurtze-Promenade an die Kanalisation.
Zwischen 1991 und 1996 wurde der Zubringer zum Europaradweg R1 in der Gustav-Kurtze-Promenade (sowie Lindenpromenade) errichtet.
Ab 2016 befand (bis zum Rückbau des Gebäudes) und seit 2023 befindet sich nach der Errichtung des Quartiers am Märchenwald in der Hausnummer 80 der Promenadentreff Strausberg der Volkssolidarität-Brandenburg.
Stand 2026 gibt es nur eine kleine Gewerbefläche (Hausnummer 80a).
Siehe auch Die Georg-Kurtze-Straße ist eine Straße in der Strausberger Altstadt.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Innerortsstraße in Brandenburg Kategorie:Bauwerk in Strausberg Kategorie:Straße in Europa