Die Royal Canadian Academy of Arts (RCA), auch Académie royale des arts du Canada (ARC), ist eine Vereinigung von professionellen Kunstschaffenden, Designern und Kunsthandwerkern in Kanada. Sie wurde 1880 gegründet. Ihr Sitz ist in Ottawa.

Organisation und Tätigkeit Die Royal Canadian Academy of Arts ist eine registrierte Nonprofit-Organisation. Ihre Mitglieder sind Einzelpersonen aus Kanada, die als bildende Künstler im weiteren Sinn arbeiten. Dazu gehören Disziplinen wie Malerei, Grafik, Architektur, Bildhauerei, Design, Fotografie, Keramik, Film, Video und digitale Kunst. Zum Mitglied wird man auf Vorschlag eines bestehenden Mitglieds, der von anderen unterstützt wird. Der Vorschlag wird einer hausinternen Jury zur Entscheidung vorgelegt. Neue Mitglieder werden bei einem jährlichen Festdinner aufgenommen. An der Spitze der Royal Canadian Academy of Arts steht ein gewählter Verwaltungsrat (Government Council) aus Mitgliedern und externen Experten. Der Verwaltungsrat ernennt ein Exekutivkomitee (Executive Committee), das sich aus einem Präsidenten, zwei Vizepräsidenten, einem Sekretär und einem Kassier zusammensetzt.

Die Royal Canadian Academy of Arts sieht es als ihre Aufgabe an, herausragende künstlerische Leistungen zu fördern und sich für kanadische Künstler einzusetzen. Zu ihrem Programm zählen Ausstellungen und Publikationen. Außerdem vergibt sie Preise und Stipendien.

Geschichte mini|Gedenktafel zum 100-jährigen Bestehen der Royal Canadian Academy of Arts am Former Geological Survey of Canada Building in Ottawa

Die Royal Canadian Academy of Arts wurde 1880 gegründet, durch eine Zusammenarbeit zwischen der Art Association of Montreal und der Ontario Society of Artists sowie unter der aktiven Patronanz des Generalgouverneurs John Campbell, 9. Duke of Argyll und seiner Ehefrau Louise, Duchess of Argyll. Sie ist die älteste landesweite Künstlervereinigung Kanadas. Ihr Vorbild waren entsprechende Nationalakademien in Europa wie die Royal Academy of Arts und die Académie royale de peinture et de sculpture.

Der erste Beschluss der 26 Gründungsmitglieder war die Schaffung der Nationalgalerie von Kanada, zu der jedes neue Mitglied ein eigenes künstlerisches Werk beisteuern musste. Auch wenn die Verbindung der Nationalgalerie mit der Royal Canadian Academy of Arts 1913 formal gelöst wurde, wurde die Praxis der eingebrachten Werke bis 1976 beibehalten.

Die Jahresausstellungen der Royal Canadian Academy of Arts, die von einer Jury begleitet wurden, waren eine wichtige Plattform für die kanadische Kunstszene. Dazu zählten in den 1920er Jahren die Group of Seven sowie später die Automatistes und die Painters Eleven. Die Praxis der großen Jahresausstellungen wurde Anfang der 1970er Jahre eingestellt, als sich bereits eine Reihe anderer Präsentationsmöglichkeiten für kanadische Kunst etabliert hatte.

Bekannte Mitglieder (Auswahl)

Literatur

Weblinks

Offizielle Website der Royal Canadian Academy of Arts / Académie royale des arts du Canada (englisch, französisch)

Einzelnachweise

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