DCM, DSc, CBE, in seiner Kindheit genannt (* 18. Dezember 1886 in , Region , Nordinsel, Neuseeland; † 9. Februar 1978 in , Region , Südinsel, Neuseeland), war ein neuseeländischer Soldat, Ethnologe, Universitätsdozent, Kurator und Direktor des und Bibliothekar.

Frühes Leben wurde am 18. Dezember 1886 als Sohn und jüngstes von drei Kindern der Eheleute und in geboren. s Vater war Landvermesser des und Gründungsmitglied der . Er verfasste zahlreiche Schriften zur Ethnologie der und zur Kolonialgeschichte des Landes. , wie er schon in seiner Kindheit genannt wurde, begleitete früh seinen Vater auf seinen Suchen nach Kulturartefakten an den Stränden von . Trotz der Abwesenheit von Krieg beschäftigte dieser, hatte doch seine Mutter während der Neuseelandkriege in den 1860er Jahren in leidvoll erfahren müssen, dass ihr Anwesen dem Erdboden gleichgemacht worden ist.

Als die besuchte, schloss er sich im Alter von 11 Jahren dem Kadettenkorps an. Auch nach seinem Schulwechsel 1902 an die Internatsschule des schloss er sich dem Korps dort erneut an. 1906 wechselte er für sein Jura-Studium an das , das er bis 1909 besuchte. Doch der Beruf eines Juristen fand bei ihm kein besonderes Interesse.

Dunedin 1911 beschloss , nun 24 Jahre alt, nach zu ziehen und sich an der für ein Studium des einzuschreiben. Hatte er doch zuvor kennen gelernt, deren Eltern nach gezogen sind, was ihn dann selbst zum Umzug motivierte. Während des Studiums wechselte sein Interesse in Richtung Anthropologie. Da das Fach als Studienfach nicht angeboten wurde, wandte er sich der Zoologie zu. In den Jahren 1912 bis 1913 war er zum großen Teil als stellvertretender Kurator des tätig, konnte dann aber nach Abschluss seines Studiums nicht übernommen werden und ein anderes Museum fand sich auch nicht für ihn. So begann er 1914 für wenige Monate als Lehrer in der in zu arbeiten.

Militärdienst Ende 1914 meldete sich für den Militärdienst und wurde im April 1915 als Gefreiter nach Ägypten geschickt, von wo aus er im August 1915 nach Gallipoli verlegt wurde und dort an den Kämpfen des Ersten Weltkriegs teilnahm. Bei dem Versuch, eine Nachricht zum Hauptquartier zu überbringen, wurde am Kopf verwundet und am 10. August zur Genesung zunächst nach Malta und anschließend nach Großbritannien gebracht. Wieder einsatzbereit übernahm er dann als Aufgaben im Basislager. Am 8. Oktober des Jahres wurde dann mit der (DMC) ausgezeichnet und noch im selben Jahr als für den weiteren Dienst als untauglich von der Armee entlassen. Später, während des Zweiten Weltkriegs, übernahm er dann noch Aufgaben als Geheimdienstoffizier bei den neuseeländischen .

Ehe heiratete am 4. Dezember 1915 seine Freundin , die zuvor aus Neuseeland angereist kam, in in England. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor, wovon einer der beiden tot geboren wurde.

Cambridge, Großbritannien 1917 zog nach , um dort am eine Stelle als Doktorand anzutreten. Professor , führender britischer Anthropologe und Zoologe seiner Zeit, war der Grund für seinen Schritt. forschte in britischen Museen zum Thema Kultur der und besonders mit den der . Seine abschließende Arbeit bezog sich auf die Entwicklung der -Kunst und endete 1917 mit einem Diplom in Anthropologie. 1918 wurde er in den Rat des gewählt.

Dunedin, Neuseeland Es war vermutlich das Jahr 1919, als nach Neuseeland zurückkehrte und in eine Stelle als Assistenzkurator annahm. Zusätzlich wurde er als Dozent für Anthropologie an der Universität der Stadt tätig. Da beide Stellen nicht komfortabel waren, übernahm einen weiteren Job und konnte so als Bibliothekar der ein komfortables Büro sein eigene nennen. Er begann insbesondere mit neuseeländischen Gemälden und Zeichnungen die Bestände der Bibliothek zu erweitern und war als Bibliothekar von 1919 bis 1926 tätig.

Noch ohne Lehrverpflichtungen reiste 1919 zusammen mit einem Schulinspektor, zunächst versteckt, da ihnen die Überfahrt verweigert worden war, im Kohlebunker der zu den . Den galt sein erstes Forschungsinteresse nach seiner Rückkehr nach Neuseeland. belegte, dass die ebenso wie die polinesischer Herkunft waren, was zum inhaltlichen Konflikt mit den Ethnologen und Johannes Carl Andersen führte. Er belegte dies in seiner Monografie „“, die 1923 für seinen BA-Abschluss in anerkannt wurde. 1924 gründete im eine archäologische Abteilung der -Sektion und begann mit Ausgrabungen an verschiedenen Orten der Südinsel, die er aber auch teilweise delegierte. Er selbst widmete sich in erster Linie der ethnologischen Forschung, wozu die präzise Klassifizierung von Objekten anhand eindeutiger morphologischer Merkmale gehörte.

1937 wurde zum Direktor des ernannt und es war zu verdanken, dass seit seinem Engagement für das Museum bis 1953 das Museum um mehr als 65.000 Objekte reicher geworden war. Dazu zählten auch 958 Objekte von den , die Willi Fels mit seinem 1920 gegründeten Fels nach und nach dem Museum Spenden konnte. Ihm zu Ehren sorgte dafür, dass 1930 ein Anbau für die Sammlung nach Fels benannt wurde. Auch , , , , , , und gehörten zu den Spendern, wenn auch in geringerem Maße. Zu allen hatte gute Kontakte und seine Anfragen wurden stets mit gewünschten Kulturartefakten belohnt.

1952 ging er an der Universität in den Ruhestand. Ein Jahr später nahm er als Direktor des Museum abschied und ein weiteres Jahr später beendete er seine vierjährige Amtszeit als Präsident der . 1955 wurde Vorsitzender der von ihm mitbegründete und ein Jahr später bekam er eine Ehrung von der Krone mit dem (CBE). 1962 erhielt er von seiner Universität die Ehrendoktorwürde verliehen.

Tod erkrankte an Alzheimer und verstarb am 9. Februar 1978 im Alter von 91 Jahren im in . Seine Frau starb bereits 14 Jahre zuvor.

Ehrungen mini|260px|Ehrung: 1915 – (DCM), am 8. Oktober 1915 erhalten 1925 – in Anthropologie 1926 – 1927 – zum Mitglied des gewählt 1936 – 1938 – von der (DSc) 1956 – (CBE) 1962 – Ehrendoktorwürde der (LittD) 1966 – der 2013 – , posthume Ehrung durch die Umbenennung des ehemaligen

Ehrung mit einem geographischen Ort , , am nordwestlichen Hang des Vulkans

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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