mini|Philippinenschlangenadler
Der Philippinenschlangenadler (Spilornis holospilus), auch Philippinen-Schlangenweihe, ist eine Greifvogelart aus der Unterfamilie der Schlangenadler (Circaetinae).
Der Vogel ist endemisch auf den Philippinen, er kommt auf den meisten Gebieten der größeren Inseln vor mit Ausnahme von Palawan.
Die Art wurde bisweilen als konspezifisch mit dem Haubenschlangenadler (Spilornis cheela) angesehen und dann als Spilornis cheela holospilus bezeichnet.
Das Verbreitungsgebiet umfasst, Galeriewald, Waldränder, baumbestandene Hügel, offene Flächen und Ackerland meist in Lagen unterhalb von 1500, aber gelegentlich bis 2500 m. ü. M.
Der e Artzusatz kommt von und .
Merkmale Die Art ist 47–53 cm groß, das Männchen wiegt 603–672, das Weibchen 691–1600 g, die Flügelspannweite beträgt 105–120 cm, ein mittelgroßer Schlangenadler mit kurzem buschigem Kamm, relativ kurzen Flügeln und langem Schwanz. Die Iris und die Zügel sind gelb. Eine breite helle Schwanzbinde und helle Flügelbinden lassen den Vogel sehr wie ein Haubenschlangenadler aussehen, aber die Unterseite ist gleichmäßiger gefärbt, die Flecken sind deutlicher und schärfer begrenzt. Weibchen sind etwas schwerer und größer. Jungvögel sind von denen des Haubenschlangenadlers nicht sicher zu unterscheiden.
Geografische Variation Die Art ist monotypisch. Die vorgeschlagene Unterart (Ssp.) Spilornis holospilus panayensis , 1890J. B. Steere: Spilornis Panayensis. In: A list of the birds and mammals collected by the Steere Expedition to the Philippines, with localities, and with brief preliminary descriptions of supposed new species, S. 7, 1890, Biodiversity Library, etwas kleiner und heller, wird nicht anerkannt, die Unterschiede als wahrscheinlich individuelle Variabilität angesehen.
Stimme Die Lautäußerungen werden als Folge von Pfeiflauten beschrieben gefolgt von einem „pheeeeuw-pheeeeuw“.
Lebensweise Die Art ist überwiegend ein Standvogel. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Schlangen und anderen Reptilien wie Eidechsen.
Die Brutzeit dürfte in der Regenzeit sein, wohl im April. Das Weibchen legt das Nest in einem hohen Baum vor Beutegreifern geschützt an, genutzt werden Äste und Zweige für eine mit Blättern ausgelegte Plattform. Das Gelege besteht aus 1–2, seltener wohl 3 Eiern, die von beiden Elternvögel über etwa 30–40 bebrütet werden. Geschlüpfte Junge werden noch etwa 2 Monate versorgt, bevor sie ausfliegen.
Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).
Literatur N. A. Vigors: Buteo holospilus. In: Proceedings of the Committee of Science and Correspondence of the Zoological Society of London, Band 1, Nummer 8, S. 96, 1831, Biodiversity Library J. Ferguson-Lees: Raptors of the World. Helm Field Guides, 2005, ISBN 978-0-7136-6957-2.
Weblinks
Macaulay Library Tierenzyklopaedie Eagleencyclopedia Spilornis holospilus auf Briefmarken
Einzelnachweise P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF W. S. Clark und J. S. Marks: Philippine Serpent-Eagle (Spilornis holospilus), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, Spilornis holospilus J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3. AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 IOC World Bird List v15.2 Hoatzin, New World vultures, Secretarybird, raptors
Kategorie:Habichtartige Kategorie:Endemisches Tier der Philippinen