Der Regelbau 1 (Typ B1) ist ein standardisierter Bautyp von Bunkern innerhalb des Regelbau-Programms, beziehungsweise des Pionierprogramm, der Wehrmacht und wurde zwischen den Jahren 1936 und 1938 gebaut.

Aufbau Der Regelbau 1 (Typ B1) war ein MG-Schartenstand für ein Maschinengewehr und war einer der häufigsten und bevorzugten Regelbauten. Dieser Regelbau war von der Baustärke ein Typ B1 und hatte überall eine Wandstärke von 1 m, sowohl nach Außen als auch bei den Wänden im Inneren. Der Bunker war an der längsten Seite 7,30 m lang und 4,20 m breit. Die kurze Seite war 4,80 m lang, da sich dort in einer Einbuchtung mit einem 90°-Winkel der seitliche Eingang befand. Dieser Eingang wurde durch einen Gewehrschartenverschluss 48P8 für Handwaffen abgesichert. Durch den seitlichen Eingang und Stahltür 14P7 gelangte man durch wenige Treppenstufen nach unten und in eine kleine Gasschleuse mit 2,00 m Länge und 1,10 m Breite. Den Zugang zum Bereitschafts- und Kampfraum erhielt man durch eine Gasschutztür 19P7.

Im Kampfraum befand sich das Maschinengewehr sowie Feldbetten für die Mannschaft. Jeweils drei Betten befanden sich übereinander und konnten auf der Längsseite hochgeklappt werden. Unter den Betten auf der linken Seite (in Kampfrichtung) befand sich ein kleiner Durchgang, welcher der Besatzung als Notausgang diente. Der Frontbereich des Bunkers mit dem Maschinengewehr war durch eine 100 mm starke Stahlschartenplatte 7P7 geschützt. Das Maschinengewehr wirkte durch eine 22 × 30 mm große Schartenöffnung, die mit einem 60 mm starken Schieber verschlossen werden konnte. Die Hauptbewaffnung war zu Beginn noch das Maschinengewehr 08 (MG 08) auf einem speziellen Untersetzkasten mit der MG-Schartenlafette 08. Das MG konnte über Schienen vor und zurück geschoben werden um durch die Schartenöffnung wirken zu können. Im späteren Verlauf wurde das MG 08 durch ein Maschinengewehr 34 (MG 34) ausgetauscht. Die Besatzung bestand mindestens aus fünf Soldaten, maximal aus sieben.

Der Regelbau 1 (Typ B1) hatte eine Grundfläche von 31,30 m² und war damit der kleinste Regelbau vom Typ B1. Für den Bau wurden 95 ³ Beton verwendet, wodurch einheitliche Kosten in Höhe von 4420 Reichsmark entstanden. Zusammen mit der Inneneinrichtung, Verkabelung und Belüftung wurden für den Regelbau 1 (Typ B1) maximale Kosten von 26.500 Reichsmark angesetzt.

Aufgabe Der Regelbau 1 (Typ B1) war eine feste Maschinengewehrstellung für den Schutz von wichtigen Positionen und Wegen. Er wurde oftmals als landwirtschaftliches Gebäude getarnt, farblich der Umgebung angepasst und an strategischen Einfallsbereichen errichtet.

Einsatz Der Regelbau 1 (Typ B1) wurde vor dem Zweiten Weltkrieg in vielen Stellungen in und nahe der deutschen Grenze gebaut. Auch heute kann man an einigen Stellungen und versteckten Positionen noch Bunker dieses Typs finden. beim Pommernwall beim Westwall in Büdingen, hinter einem umzäunten Privatgelände in Elsenfeld, welcher heute als Gartenhaus genutzt wird in Klingenberg am Main, welcher heute als Garage genutzt wird in der Wetterau-Main-Tauber-Stellung, mehrere Bunkerruinen

Weblinks

Regelbau 1, MG - Schartenstand auf westwall.de

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Bunker im Nationalsozialismus Kategorie:Bunkertyp Kategorie:Typenbau