Als wir die Zukunft waren ist ein deutscher Dokumentarfilm von 2015.
Inhalt Sieben ostdeutsche Dokumentarfilmregisseure erzählen aus ihrer Kindheit und Jugend in der DDR, von ihren Erlebnissen und Hoffnungen, mit alten Fotografien.Als wir die Zukunft waren Produktionsnotizen, mit ausführlichen Angaben
Hintergründe Die Regisseure der Jahrgänge 1946 bis 1953 kannten sich von ihrem gemeinsamen Studium an der Filmhochschule Babelsberg in den 1970er und 1980er Jahren. Sie drehten danach ihre ersten Filme und mussten sich nach 1990 unter den veränderten Bedingungen neu orientieren und behaupten. Ab 2013 planten sie ihr gemeinsames Filmprojekt.Film Als wir die Zukunft waren, mit einigen Hintergründen
Die erste Aufführung war beim Leipziger Dokumentarfilmfestival am 27. Oktober 2015, der Kinostart war am 15. Februar 2016.Als wir die Zukunft waren Filmportal, mit den Erstaufführungsterminen Der Film wurde für den Grimme-Preis 2016 nominiert. 2024 trafen sich sechs von ihnen (ohne Andreas Voigt) wieder und drehten den Film Liebe und Zorn, über ihre Erfahrungen in der Nachwendezeit.
Rezensionen Zu dem Film Als wir die Zukunft waren erschienen nach der Festivalaufführung in Leipzig und nach der Kinopremiere verschiedene Rezensionen. Die meisten würdigten die Einblicke in die persönlichen Lebensgeschichten, die auch Informationen über das allgemeine Leben in der DDR boten, die besonders „Wessis“ in dieser Detailliertheit unbekannt waren.Als wir die Zukunft waren Produktionsinformationen (unten), mit einigen positiven und neutralen Auszügen aus Rezensionen, aus denen einige hier zitiert werden (kritische Zitate gab es auf dieser Webseite nicht)
Grit Lemke schrieb in der Ankündigung für die Erstaufführung beim Dokumentarfilmfestival Leipzig 2015: „Die Episoden des Films leben von ihrer höchst unterschiedlichen Gestaltung. Vom strengen Bildkonzept bis zum Einsatz von Animation und gespielten Szenen. Am stärksten geraten sie, wenn sie visuell konzentriert assoziative Freiräume eröffnen und mit dem Wissen des Erwachsenen aus der Perspektive des Kindes erzählen“.
Katja Bauer von der Stuttgarter Zeitung schrieb kurz danach „Die größte Stärke dieser sieben Erzählungen liegt in deren Einfachheit - erzählt wird aus der Perspektive der Kinder und Jugendlichen... Als Wessi lernt man in diesen 87 Kinominuten einen Menge über Unterschiede, aber auch über Parallelen.“Katja Bauer, Stuttgarter Zeitung, 12. Dezember 2015
Im Gießener Anzeiger stand nach der Kinopremiere 2016 „‚Als wir die Zukunft waren‘ ist ein Film der einen neuen und unverkrampften Blick auf die DDR ermöglicht. … ein Blick zurück ohne Zorn und ein Blick auf Details, die im Westen zumindest niemand bewusst sein dürften.“ Gießener Anzeiger, 4. März 2016
Es wurde allerdings auch mehrfach eine fehlende straffe Grundstruktur bemängelt. Martin Schwickert ging beispielsweise für Epd Film 2016 auf einige Lebensgeschichten ein und schrieb
Der Filmdienst ergänzte, die Regisseure „skizzieren mit vielfältigen erzählerischen Mitteln persönliche Erfahrungen und Reflexionen, die weitgehend anekdotisch bleiben. Eine stärkere Durcharbeitung und Konzentration der Episoden hätte eine altersbedingte Melancholie von der Desillusionierung einer vom real existierenden Sozialismus früh enttäuschten Generation getrennt.“
Weblinks
Als wir die Zukunft waren Projektseite
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2015 Kategorie:Filmbiografie über Künstler Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Kindheit und Jugend (DDR) Kategorie:Dokumentarfilm