Friedrich Petermann (* 1. Dezember 1894Reichsfilmkammerakte auf Deutsche Digitale Bibliothek; abgerufen am 5. August 2026 auch Fritz Petermann; † nach 1944) war ein deutscher Schauspieler.
Leben
Über sehr wahrscheinliche Tätigkeiten von Friedrich Petermann an Theatern liegen keine überlieferten Dokumente vor. Lediglich in seiner Akte der ReichskulturkammerReichskulturkammerakte zur Truppenbetreuung auf Deutsche Digitale Bibliothek; abgerufen am 8. August 2026 befindet sich der Hinweis, dass er während des Zweiten Weltkriegs zeitweilig dem Amt für Truppenbetreuung der Reichskulturkammer zugeordnet war. Das Amt koordinierte den Einsatz von Künstlern in Bezug auf die Betreuung der Truppen. Erst mit der Einführung eines Filmnachweises bei der Reichsfilmkammer sind Verträge als Fachdarsteller mit Produktionsfirmen und regelmäßige Auftritte in Filmen nachweisbar.Reichsfilmkammerakte zu Verträgen und Angebotsschreiben als Fachdarsteller auf Deutsche Digitale Bibliothek; abgerufen am 8. August 2026
Friedrich Petermann spielte 1936 erstmals in dem Spielfilm Verräter unter der Regie von Karl Ritter neben Willy Birgel, Herbert A. E. Böhme, Paul Dahlke und Josef Dahmen eine kleine Rolle in einer Filmproduktion.
Weitere Auftritte hatte er unter anderem in den nationalsozialistischen Propagandafilmen Pour le Mérite (1938) ebenfalls unter der Regie von Karl RitterPour le Mérite auf murnau-stiftung.de; abgerufen am 5. August 2026 und Jud Süß (1940) von Veit Harlan,Jud Süß auf murnau-stiftung.de; abgerufen am 5. August 2026 die heute in Deutschland als Vorbehaltsfilme nur unter strengen Voraussetzungen aufgeführt werden können. Friedrich Petermann wirkte auch in Kriminal- und Unterhaltungsfilmen wie im Jahr 1942 in Die Sache mit Styx von Karl Anton mit Laura Solari, Viktor de Kowa und Margit Symo und 1944 in Große Freiheit Nr. 7 unter der Regie von Helmut Käutner mit Hans Albers, Ilse Werner und Hans Söhnker.
Die letzte Rolle in einer Filmproduktion nahm Friedrich Petermann nachweislich in Das kleine Hofkonzert von Paul Verhoeven mit Elfie Mayerhofer, Harald Paulsen, Erich Ponto und Paul Henckels wahr. Der Film wurde als sogenannter Überläufer, obwohl bereits 1944 abgedreht, aber erst 1949 in Deutschland aufgeführt.Das kleine Hofkonzert auf murnau-stiftung.de; abgerufen am 11. August 2026
Nach den Dreharbeiten zu Das kleine Hofkonzert im Jahr 1944 sind keine weiteren beruflichen Tätigkeiten mehr in den Quellen verzeichnet.
Filmografie
1936: Verräter 1938: Capriccio 1938: Pour le Mérite 1939: Kornblumenblau 1940: Jud Süß 1940: Die unvollkommene Liebe 1941: Leichte Muse 1942: Die Sache mit Styx 1943: Das schwarze Schaf 1944: Träumerei 1944: Musik in Salzburg 1944: Große Freiheit Nr. 7 1944: Das Leben ruft 1945: Die Brüder Noltenius 1945: Kamerad Hedwig 1948: Das kleine Hofkonzert 1996: Der Mann, dem man den Namen stahl (Produktion 1944) Literatur
Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 1279.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1894 Kategorie:Gestorben im 20. Jahrhundert Kategorie:Mann