Białka () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Morąg im Powiat Ostródzki.
Geographische Lage Białka liegt im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 900 Meter südöstlich des Dorfs Ruś sowie neun Kilometer südöstlich der Stadt Morąg bzw. 14 Kilometer nördlich der Kreismetropole Ostróda.
Geschichte Das einstige Gutsdorf Gelefelt wurde vor 1530 gegründet und schrieb sich nach 1530 Gehlfeldt bzw. nach 1785 Gehlfeld. Dem Gut angeschlossen, aber mehr als zwei Kilometer entfernt gelegen, war eine Försterei.Dietrich Lange: Gehlfeld, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
Im Jahre 1785 wurde Gehlfeld ein adliges Gut mit Vorwerk und sechs Feuerstellen im Hauptamt Mohrungen und Kirchspiel Eckersdorf genannt, im Jahre 1820 als adliges Vorwerk mit vier Feuerstellen bei 39 Einwohnern.Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Gehlfeld (Landkreis Mohrungen)
Der Gutsbezirk Gehlfeld wurde 1874 in den neu errichteten Amtsbezirk Eckersdorf im ostpreußischen Kreis Mohrungen, Regierungsbezirk Königsberg, aufgenommen.Rolf Jehke: Amtsbezirk Eckersdorf Im Jahre 1885 zählte Gehlfeld 48, im Jahre 1910 als nur noch kleines Gut 14 Einwohner.
Am 31. Oktober 1928 verlor Gehlfeld seine Eigenständigkeit als es mit dem Gutsbezirk Schwenkendorf und der Landgemeinde Katzendorf zur neuen Landgemeinde Schwenkendorf vereinigt wurde. Die Waldsiedlung der Försterei Gehlfeld verblieb als eigenständiger Wohnplatz.
Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen fiel, erhielten die beiden Siedlungsteile Gut und Försterei dieselbe polnische Namensform „Białka“. Bei der Festlegung der Gmina-Grenzen fiel das ehemalige Hauptgut („Osada“) an die Stadt-und-Landgemeinde Gmina Morąg, während die etwas abseits im Wald gelegene Forstsiedlung („Osada leśna“) der Gmina Łukta zugeordnet wurde. Beide Gemeinden gehören zum Powiat Ostródzki – von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Religion Bis 1945 waren das Gut und die Försterei Gehlfeld in die evangelische Kirche in Eckersdorf in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingegliedert,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 465 außerdem in die römisch-katholische Pfarrei Mohrungen im damaligen Bistum Ermland.
Heute gehören beide Ort Białka zur katholischen Pfarrei Florczaki im jetzigen Bistum Elbląg bzw. zur evangelischen Kirchengemeinde in Morąg, einer Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr Beide Orte Białka liegen an einer Nebenstraße, die bei Zawroty von der Woiwodschaftsstraße 527 (einstige Reichsstraße 133) abzweigt und über Ruś und Niedźwiady nach Tabórz führt, wo sie auf die Woiwodschaftsstraße 530 trifft. Nach Durchfahrt durch Ruś stößt man auf Białka (Morąg) (= Gut), wenig später auf Białka (Łukta) (= Försterei), bevor man dann Niedźwiady durchfährt.
Eine Bahnanbindung besteht nicht.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Morąg