Die Burg Ciechanowiec (polnisch: Zamek w Ciechanowcu) war eine gotische Adelsburg der Magnaten Kiszka im polnischen Ciechanowiec, die heute eine Ruine ist.
Lage Die Burgruine liegt auf einer kleinen Böschung über dem Nurzec in der heutigen Woiwodschaft Podlachien.
Geschichte Die Burg wurde Anfang des 16. Jahrhunderts als Sitz für den Woiwoden Piotr Stanisławowicz Kiszka erbaut. In den Jahren 1617–1642 wurde die Burg von Mikołaj Kiszka zu einem Schloss ausgebaut und mit barocken Wehranlagen und Burggraben befestigt. Doch bereits 1657 wurde das Schloss während der Schwedischen Sintflut zerstört und nur noch im kleineren Umfang als Gutshof wieder restauriert. Weitere Zerstörungen erfolgten während des Großen Nordischen Krieges. Danach erwarb Franciszek Maksymilian Ossoliński das Objekt, das wieder ausgebaut wurde. Im 19. Jahrhundert erhielt das Schloss eine neugotische Form und wurde seit 1908 als Schule genutzt. Im Ersten Weltkrieg wurde es 1915 schließlich erneut zerstört. Das ausgebrannte Gebäude stürzte schließlich 1921 ein und wurde danach abgetragen. Erhalten sind Mauerreste und der Burggraben aus dem 17. Jahrhundert.
Siehe auch Liste der Burgen und Schlösser in der Woiwodschaft Podlachien
Literatur Guerquin B.: Zamki w Polsce. Auflage 2, Warszawa: "Arkady", 1984, S. 324, ISBN 978-83-213-3239-0.
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