Stanislav Budisavljević von Priedor (Serbokroatisch:Stanislav plemeniti Budisavljević Prijedorski, Rufname "Stanko") (* 1839 bei Korenica; † 20. September 1907 in Pula) war ein österreichisch-ungarischer Armee- bzw. Marineangehöriger, zuletzt mit dem Amtstitel eines k.u.k. MarinegeneralkommissärsDer Marinegeneralkommissär war der oberste aller Verwaltungs-/Kommissariatsbeamten der k.u.k. Kriegsmarine. Auch im Krieg 1914/18 gab es nur einen Beamten in diesem Rang. (s. Wolfgang Etschmann, Das Militärbeamtentum in der k.u.k. Monarchie und der Ersten Republik. In: Andreas Stupka (Hrsg.), Schriftenreihe der Landesverteidigungsakademie, Band 16/2020, Wien, November 2020, S. 46. URL.: https://www.bmlv.gv.at/pdf_pool/publikationen/16_2020_s_militaerbeamte_webversion.pdf). Der Marinegeneralkommissär ist hinsichtlich der Wertigkeit der Dienstgradgruppe der Generale gleichzusetzen (vgl. Senato della Repubblica, Atti Parlamentari. Legislatura IV (1963–1968). Disegno di legge n. 2782: Riordinamento della legislazione pensionistica di guerra, Rom 1968, S. 119. URL.: https://www.senato.it/service/PDF/PDFServer/DF/326293.pdf).. Als solcher war er der oberste Beamte aller Marinebeamten des Verwaltungs-/Kommissariatsdienstes.

Leben Budisavljević entstammte dem Adelsgeschlecht der Budisavljević von Priedor. Bereits sein Vater war Offizier. Von Geburt an war er griechisch-orthodox.

Zu Beginn seiner militärischen Laufbahn absolvierte er eine artilleristische Ausbildung und rückte in den Landstreitkräften bis zum Oberleutnant der Artillerie vor, ehe er zur Marineverwaltung wechselte.

Hier wurde er bis zum Marinegeneralkommissär befördert. Eine seiner Stationen war eine Lehrtätigkeit für die serbokroatische Sprache an der Marineakademie in Fiume, er sprach fließend Deutsch, Italienisch und Serbokroatisch.

Budisavljević starb 1907 in Pula und wurde auf dem k.u.k. Marinefriedhof Pula beigesetzt. Die Grabsteininschrift ist deutschsprachig, die Ausrichtung des Grabes jedoch im Gegensatz zu den anderen Gräbern nach orthodoxer Sitte geostet.

Familie Sein Bruder Emanuel Budisavljević von Priedor war von 1878 bis 1883 Bezirkshauptmann in Kotor. Ein anderer Bruder, Bude Budisavljević von Priedor, war in verschiedenen Komitaten Landeshauptmann (Veliki župan), zuletzt von 1901 bis 1905 in Zagreb. Bude schrieb auch die erste Biographie von Nikola Tesla, mit dem die Familie weit entfernt verwandt war.

Stanislav Budisavljević von Priedor heiratete die deutsche Adele Wainstorp, mit der er acht Kinder, vier Söhne und vier Töchter, hatte. Alle Söhne wurden in der orthodoxen St. Nikolaus-Kirche in Fiume getauft, über die Taufen der Töchter findet sich in den dortigen Taufbüchern nichts.

Auszeichnungen (Auswahl) Während seiner Dienstzeit bekam Budisavljević u. a. folgende Auszeichnungen verliehen:

Orden der Eisernen Krone III. Klasse Franz-Joseph-Orden (Ritterkreuz) Militärverdienstkreuz mit der Kriegsdekoration Erlöser-Orden (Ritter)

Literatur

Mijatović, A. (1989). Budisavljević. In Hrvatski biografski leksikon (Band 2: Bj–C). Zagreb: Leksikografski zavod Miroslav Krleža. Kroatisch. Budisavljević, B; Budisavljević, J. (2018). Atlas 37 grana rodoslova Budisavljevića. Novi Sad: Prometej. S. 203–204. Kroatisch.

Einzelnachweise

Kategorie:Beamter (Österreich-Ungarn) Kategorie:Träger des Ordens der Eisernen Krone (III. Klasse) Kategorie:Träger des Franz-Joseph-Ordens (Ritter) Kategorie:Träger des Erlöser-Ordens (Ritter) Kategorie:Geboren 1839 Kategorie:Gestorben 1907 Kategorie:Mann Kategorie:Militärperson (Österreichische Marine)