mini|hochkant|Dorfkirche Langeln (Nordharz) mini|Innenansicht zum Altar mini|Innenansicht zur Orgel Die evangelische Dorfkirche Langeln (auch: St. Maria) ist eine spätromanische Saalkirche im Ortsteil Langeln der Gemeinde Nordharz im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Sie gehört zum Pfarramt Wasserleben im Kirchenkreis Halberstadt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Geschichte und Architektur Die Kirche wurde erstmals im Jahr 1143 urkundlich erwähnt und war von 1219 bis 1809 im Besitz des Deutschen Ordens, bis ins 14. Jahrhundert als Sitz einer Ordenskommende. Das Bauwerk ist eine spätromanische Saalkirche mit quadratischem Westturm und wuchtigem, eingezogenem Rechteckchor. An der Nordseite des Schiffs erschließt ein rechteckiges, romanisches Portal mit Flechtornamentrahmung das Bauwerk, das zusätzlich von einem leeren runden Bogenfeld überfangen ist; die Tür mit Eisenbeschlägen ist spätgotisch.

Der Westturm ist mit einem Spitzhelm bekrönt, der im Jahr 1997 saniert wurde. Im Turm befinden sich drei Glocken, von denen die älteste im 14. Jahrhundert gegossen wurde. Die jüngste Glocke wurde 2009 gegossen und 2010 geweiht.Informationen zum Geläut auf der Website der Kirchengemeinde.

Das ursprünglich flach gedeckte Innere der Kirche wurde durch ein zweijochiges Kreuzgratgewölbe mit fünf Fensterachsen aus der Mitte des 13. Jahrhunderts abgeschlossen. Eine vierseitig umlaufende Empore aus dem Jahr 1723 umgibt das Schiff, sie wird im Chor von der separat von Säulen getragenen Herrschaftsloge des Komturs auf der Nordseite und von der Kanzel auf der Südseite in Höhe des Chorbogens unterbrochen. An der Emporenbrüstung sind teils Malereien der Propheten und Könige des Alten Testaments zu sehen.

Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein Schnitzaltarretabel aus der Zeit um 1480; es zeigt in der Mitte Maria mit Kind, seitlich Johannes den Täufer, Papst Urban, einen Bischof (möglicherweise Hermann I. von Bamberg) und die Heiligen Petrus, Magdalena und Paulus, darüber einen Aufsatz mit einer Abendmahlsszene aus dem dritten Viertel des 19. Jahrhunderts.

Eine spätgotische eisenbeschlagene Truhe ist ebenfalls Bestandteil der Ausstattung, weiterhin ein figürliches Kenotaph des Komturs Wolf Ludewig Spitznase († 1674).

Die Orgel ist ein Werk von Robert Voigt aus dem Jahr 1879 mit 13 Registern auf zwei Manualen und Pedal, das nach der Auslagerung 1987 durch die Firma Orgelbau Reinhard Hüfken restauriert und 2003 wieder eingebaut wurde.Information auf der Website der Kirchengemeinde

Umgebung Der ehemals ausgedehnte Komturhof mit stattlichen Bauwerken des 18. und 19. Jahrhunderts liegt im Südwesten der Kirche.

Literatur

Weblinks

Website der Kirchengemeinde

Einzelnachweise

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