Louis C.K.: Ridiculous ist ein Fernsehspecial von Louis C.K. aus dem Jahr 2026, bei dem er selbst Regie führte. Es markiert seine Rückkehr zum Streaming-Anbieter Netflix nach seinem Skandal wegen sexueller Belästigung 2017. Es erschien am 1. Juli 2026 in englischer Sprache mit zahlreichen Untertiteln.

Handlung Es handelt sich um einen Mitschnitt seines Stand-up-Programms im Beacon Theatre, New York City im Rahmen des New York Comedy Festivals. Wie bei Stand-up-Comedy üblich hat das Special keine durchgehende Handlung und kein durchgängiges Thema. Louis C.K. greift Alltagsbeobachtungen auf und verwebt sie miteinander. Eines der zentralen Themen ist das Älterwerden und die eigene Sterblichkeit, bei der er über sich sowie seinen alternden Vater und dessen Leben in einem Altenheim referiert. Daneben geht es um absurde Alltagssituationen und Beziehungen. Wie üblich finden sich im Special auch einige bewusste Provokationen und tabubrechende Gedankenspiele, insbesondere zu Missbrauch und Pädophilie, und auch die Behauptung im Eröffnungsjoke, AIDS vom Sex mit einer Ratte bekommen zu haben.

Hintergrund Nach seinem Skandal wegen sexueller Belästigung gab Netflix die Beendigung der Zusammenarbeit mit Louis C.K. bekannt. Er konnte seine Karriere jedoch bereits 2018 fortsetzen, wobei seine Tourneen und seine Specials lediglich über seine eigene Seite beworben wurden. Das Netflix-Special erschien am 1. Juli 2026 und markiert damit die erste Zusammenarbeit zwischen dem Streaminganbieter und Louis C.K. seit neun Jahren. Bereits vorher war er jedoch im Rahmen des Netflix Is a Joke Fest am 5. Mai 2026 im Hollywood Bowl aufgetreten.

Rezeption Das Special wurde in der Presse häufig rezipiert. Es wurde gemischt aufgenommen, insbesondere wegen seiner Vorgeschichte und der aus Sicht von manchen fehlenden Distanzierung.

In der US-Zeitschrift Variety schrieb Alison Herman, dass es sich um Louis C.K.s Rückkehr in den Mainstream handeln würde. Sie sieht dies mit gemischten Gefühlen, da Louis C.K. im Rahmen der MeToo-Vorwürfe gegen ihn keinerlei Wiedergutmachung geleistet habe. Jedoch schrieb sie auch, dass Ridiculous „eine starke Stunde Material ist, das mit routinierter Kompetenz vorgetragen“ worden sei.

Im The Guardian schrieb Jesse Hassenger etwas enttäuscht: „Louis CK hat eindeutig mehr zu bieten als das, und Ridiculous lässt immer wieder sein schriftstellerisches Gespür durchblicken, mit dem er das, was sonst nur die üblichen Klagen von Comedians wären, in etwas verwandelt, mit dem man sich viel lebhafter identifizieren kann. (...) In gewisser Weise ist es gerade der alltägliche Charakter einiger Teile dieses von Netflix veröffentlichten Specials, der es wertvoll macht. Es erinnert daran, dass Louis CKs Schwächen – auf und abseits der Bühne – letztlich sein eigenes Werk sind.“

Auch positive Rückmeldungen gab es. So hob Jens-Christian Rabe in der Süddeutschen Zeitung hervor, dass sein Humor makaber sei, er aber nicht den Fehler anderer Comedians, in diesem Fall Dieter Nuhr als Referenzobjekt, begehe, sich auf Kosten nicht-anwesender Dritter zu amüsieren, sondern die beste Pointe „immer auf Kosten des Comedians und mit ihm des Publikums [gehe]. keiner kommt unbeschadet raus. Das ist ja der Witz. (…) Wie die eigenen und gesellschaftlichen psychologischen Abgründe durchschritten und durchlitten werden, die sich da jedem Menschen früher oder später auftun – das ist Comedy, die man hierzulande allzu oft schmerzlich vermisst.“

Im Spiegel schrieb Arno Frank, das Special wäre anfangs furious, ihm geh[e] (…) allerdings schnell die Luft aus. Seinen Witzen über das Altersheim, Pädophilie oder die Gemeinsamkeit von Sonne und Vagina (…) kommt in die Quere, was das Publikum, wohl oder übel, inzwischen über Louis C.K. weiß.“ Was ihn vor allem aber störe, sei, dass sein Special eine Rehabilitierung durch Netflix und Symptom für einen »vibe shift« [sei], der mit moralischer Empörung nicht mehr behelligt werden möchte. Wobei in Vergessenheit [gerate], wie gründlich diese Empörung irgendwann die Seiten gewechselt hat.“

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Einzelnachweise

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