mini|Evangelische Filialkirche Goberling
Die evangelisch-lutherische Filialkirche Goberling steht auf dem Friedhof Goberling in der Ortschaft Goberling (; ) in der Stadtgemeinde Stadtschlaining im Bezirk Oberwart im Burgenland (Österreich). Sie ist eine Filialkirche der Pfarre Stadtschlaining in der Evangelische Superintendentur A. B. Burgenland. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz ().
Lagebeschreibung Der Kirchenbau liegt nahe der Ortsmitte am Rande des Friedhofes und westlich der Landesstraße L361 (Goberlinger Straße). Südwestliches Nachbargebäude ist die Evangelische Schule Goberling.
Geschichte Die Kirche wurde vermutlich im 8. Jahrhundert errichtet. Somit zählt die früher unter dem Patrozinium der heiligen Elisabeth von Thüringen stehende, ehemals römisch-katholische Kirche zu den ältesten Sakralbauten des heutigen Burgenlands. Auf Grund des drohenden Verfalls wurde der Kirchenbau 1957 an die evangelische Kirchengemeinde verkauft. 1959 renovierte diese das Bauwerk und ersetzte den bisherigen Dachreiter durch einen Kirchturm. Bei den Renovierungsarbeiten kamen frühgotische Fresken in der Apsis zum Vorschein. Eine weitere Renovierung erfolgte in den Jahren 2013 und 2014.Helmut Prinke: Kirchenbau im Burgenland. 1921–2016. Im Rahmen der Reihe: Architekturentwicklung des Landes Burgenland ab 1921. Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland. Eisenstadt 2019, ISBN 978-3-85405-237-1, S. 292f.
Architektur Kirchenäußeres Der kleine romanische Kirchenbau besteht aus einem einschiffigen Langhaus, das unter einem Satteldach liegt und einer eingezogenen, halbrunden Apsis unter einem niedriger angesetzten Halbkegeldach. In der Südwand hat sich ein romanisches Rundbogenfenster als Nische erhalten. In der Apsis sind romanische Schlitzfenster. Der Westfassade ist ein wuchtiger Kirchturm mit quadratischem Grundriss vorgestellt. Im Turmerdgeschoß befindet sich der südliche Haupteingang mit Turmvorhalle. Die Glockenstube hat rundbogige Schallfenster, und der Turm ist mit einem Zeltdach gedeckt.
Kircheninneres Im Inneren ist die Kirche ein ungegliederter, schmuckloser Saalraum mit flacher Holztonne. Die Apsis ist mit einer glatten Halbkuppel überwölbt und leicht erhöht. Rechts des Altares finden sich frühgotische Freskenfragmente aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Diese zeigen Christus in der Mandorla mit den Symbolen der vier Evangelisten. Rechts ist der heilige Johannes der Täufer dargestellt. Darunter is ein Fries mit Heiligen, von denen sechs noch erkennbar sind. Im Westen befindet sich über der Turmvorhalle eine Empore aus Holz.Dehio-Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs – Burgenland. Goberling, Ev. Filialkirche. Bearbeitet von Adelheid Schmeller-Kitt mit Beiträgen von Friedrich Berg, Clara Prickler-Wassitzky und Hannsjörg Ubl. Verlag Berger, Horn/Wien 2011, ISBN 978-3-85028-400-4, S. 108.
Einrichtung Im Altarbereich befinden sich Chorschranken, Altar und Ambo.
Literatur Dehio-Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs – Burgenland. Goberling, Ev. Filialkirche. Bearbeitet von Adelheid Schmeller-Kitt mit Beiträgen von Friedrich Berg, Clara Prickler-Wassitzky und Hannsjörg Ubl. Verlag Berger, Horn/Wien 2011, ISBN 978-3-85028-400-4, S. 108. Helmut Prinke: Kirchenbau im Burgenland. 1921–2016. Im Rahmen der Reihe: Architekturentwicklung des Landes Burgenland ab 1921. Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland. Eisenstadt 2019, ISBN 978-3-85405-237-1, S. 292f.
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Einzelnachweise
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