Hedwig Neubacher-Klaus, auch Hedwig Neubacher (* 21. August 1924 in Wien als Hedwig Klaus; † 2. September 2005), war eine österreichische Kinder- und Jugendbuchautorin sowie Lyrikerin.

Leben und Wirken Hedwig Neubacher-Klaus wurde am 21. August 1924 als Tochter von Leopold und Maria Klaus in Wien geboren. Über ihre Ausbildung und ihr Berufsleben ist nichts Genaueres bekannt. Als Elfjährige wirkte sie 1935 mit einem aus Titelbildern der Kronen Zeitung zusammengesetzten Kleid an einem Zitherkonzert der Musikschule Pichler-Hoffmann in den Wiener Stephaniesälen mit und trug dabei den Kronen-Zeitungs-Marsch von Franz Brandlhofer vor. Später war sie mit dem 28 Jahre älteren Komponisten Franz Xaver Neubacher (1896–1977) verheiratet, mit dem sie einen Sohn hatte. Im Laufe ihres Schaffens wirkte sie häufig an der Seite ihres Ehemannes bei Veranstaltungen mit. In der Wiener Urania fand im Januar 1952 unter dem Titel Aus dem sonnigen Land der Kindheit eine Veranstaltung statt, bei der die Sopranistin Maria Strohmeier von Hedwig Neubacher-Klaus verfasste und von deren Ehemann vertonte Gedichte vortrug.

Bereits in den 1940er und 1950er Jahren trat sie als Kinder- und Jugendbuchautorin in Erscheinung, schrieb einige Kindertheaterstücke und brachte 1957 über Bergland das Buch Besiegter Schnee. Europäische Schi-Geschichte heraus. Ab den 1980er Jahren entstanden vor allem über ihren eigenen Verlag Werke wie Vielleicht bist du der glücklichste Mensch und weißt es nicht!, Der Rosenstock. Worte zum Rosen-Oratorium, Besinnlicher Advent oder Worte. Ebenfalls in diesem Jahrzehnt brachte sie 1980 den Lyrik-Band Ein Strahl fällt ein über den Heimatland-Verlag heraus, den sie selbst illustrierte. 1993 folgte unter anderem Laßt Bäume sprechen. Gedichte und Aquarelle im Wiener Pichler-Verlag sowie 1996 Mythos – Mystik. Ein Seminar, an dem sie zusammen mit Johanna Jonas-Lichtenwallner und Helga Helnwein arbeitete, im Wiener Toman-Verlag. Sie verfasste zudem einige Fernseh- und Hörspiele, wovon ein Hörspiel den Titel Nachtnebel und Morgentau trägt.

Im Jahr 1981 war sie Mitbegründerin der „Gesellschaft zur Erforschung und Förderung von Heilweisen für Leib-Seele-Geist“ und erwarb ein Gasthaus, das als Veranstaltungsort dienen sollte.Verein „Gesellschaft zur Erforschung und Förderung von Heilweisen für Leib-Seele-Geist“. Seminarhaus Seiber; abgerufen am 3. August 2026. Sie organisierte und leitete regelmäßig Gruppen, die sich mit spirituellen Texten und Themen befassten und trat zudem als Schriftstellerin, Verlegerin, Druckereichefin in Erscheinung. So wird sie etwa im Adressbuch von Wien 1965 als Vervielfältigungsbüroinhaberin geführt.Eintrag. In: Adressbuch von Wien. Band I: Einwohnerverzeichnis. 1965. Außerdem trat sie auch anderweitig als bildende Künstlerin in Erscheinung und fertigte Statuen und Ikonen an. Nebenbei beschäftigte sie sich zudem intensiv mit Alternativmedizin.

Neubacher-Klaus lebte lange auf der Adresse An der langen Lüssen 11 nahe des Friedhofs Grinzing.

Kurz nach der Vollendung ihres 81. Lebensjahres starb Neubacher-Klaus am 2. September 2005. Ihre Beisetzung erfolgte am 19. September 2005 im elterlichen Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 34 A, Reihe 5, Nummer 13).Grab von Hedwig Neubacher-Klaus. Friedhöfe Wien; abgerufen am 3. August 2026

Werke (Auswahl) Besiegter Schnee. Europäische Schi-Geschichte. Illustrationen von Rudolf Dirr, Bergland, Wien 1957. Vielleicht bist du der glücklichste Mensch und weißt es nicht! Illustrationen von Hermana Csizi, Eigenverlag, Wien 1980. Der Rosenstock. Worte zum Rosen-Oratorium. Eigenverlag, Wien 1980. Ein Strahl fällt ein. Lyrik. Heimatland, Wien 1980. Besinnlicher Advent. Zeichnerische Gestaltung von Erna Hölzl-Chihade. Eigenverlag, Wien 1982. Worte. Eigenverlag, Wien 1986. Laßt Bäume sprechen. Gedichte und Aquarelle. Illustrationen von Ehrentraud Barousch. Pichler, Wien 1993. Mythos – Mystik. Ein Seminar. Toman, Wien 1996 (mit Johanna Jonas-Lichtenwallner und Helga Helnwein.)

Theaterstücke Märchentraum im Wienerwald. 1946. (Theaterstück für Kinder.) Kasperl und Kasperle. 1951. (Theaterstück für Kinder.) Das klagende Lied. Mysterienspiel. 1957.

Hörspiele Nachtnebel und Morgentau.

Literatur

Einzelnachweise

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